1 Aus- und Einbau einer Glühlampe bei einem Frontscheinwerfer
(Unterweisung Kraftfahrzeugservicemechaniker / -in)
von Tina Eckhorst
Inhaltsverzeichnis
1. Ausbildungsthema
1.1. Fachliche Einordnung des Themas
1.2. Ausbildungswert des Themas
2. Beschreibung des Auszubildenden
3. Lernzielbeschreibung
3.1. Richtlernziel
3.2. Groblernziel
3.3. Feinlernziele
3.3.1. Psychomotorisches Feinlernziel
3.3.2. Kognitives Feinlernziel
4. Unterweisungsplanung
4.1. Benennung der Ausbildungsmittel
4.2. Ausbildungsort
4.3. Ausbildungszeit
4.4. Begründung der Methodenauswahl
4.5. Verlaufsplanung
4.5.1. 1. Stufe: Vorbereitung
4.5.2. 2. Stufe: Vormachen und Erklären
4.5.3. 3. Stufe: Nachmachen durch den Auszubildenden
4.5.4. 4. Stufe: Selbstständig üben lassen
4.6. Lernzielkontrolle
5. Anhang
Tina Eckhorst 1
1. Ausbildungsthema
Aus- und Einbau einer Glühlampe bei dem Hauptscheinwerfer eines PKWs (Modell: SEAT Ibiza)
1.1. Fachliche Einordnung des Themas
Im Ausbildungsrahmenplan zum/zur Kraftfahrzeugservicemechaniker/in ist unter Punkt 11 das „Montieren, Demontieren und Instandsetzen von Fahrzeugen“ (§ 6 Nr. 11) vorgesehen. Dazu gehören unter anderem die Fähigkeiten „Bauteile, Baugruppen und Systeme außer Betrieb nehmen, demontieren […]“ und „Bauteile, Baugruppen und Systeme montieren […]“ (siehe Anlage: Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan zum/zur Kraftfahrzeugservicemechaniker/in). Für den Betrieb eines PKWs ist es erforderlich, dass die Scheinwerfer funktionieren. Bei Wartungsarbeiten und Inspektionen müssen die Glühlampen kontrolliert und gegebenenfalls gewechselt werden.
1.2. Ausbildungswert des Themas
Nach der Unterweisung wird es dem Auszubildenden möglich sein sich aktiver am täglichen Arbeitsablauf zu beteiligen. Durch das Übernehmen einer solchen Aufgabe kann er andere Mitarbeiter entlasten und lernt eigenverantwortlich zu arbeiten. Außerdem soll durch die erhöhte Selbstständigkeit die Motivation des Auszubildenden gesteigert werden.
2. Beschreibung des Auszubildenden
Der Auszubildende Horst Müller ist 17 Jahre alt und hat die Realschule mit der Mittleren Reife abgeschlossen. Er befindet sich im 1. Halbjahr des 1. Ausbildungsjahres zum Kraftfahrzeugservicemechaniker.
Herr Müller verfügt über wenig Vorwissen in diesem Beruf, ist aber sehr motiviert und lässt großes Interesse an den Ausbildungsinhalten erkennen. Im Umgang mit Mitarbeitern und Ausbildern zeigt er sich lernbereit und engagiert.
Bisher wurden Herrn Müller grundlegende Kenntnisse über Sicherheitsvorschriften und die Handhabung wesentlicher Bedienelemente von Fahrzeugen vermittelt. Er weiß, dass Glühlampen bei Inspektionen kontrolliert und eventuell erneuert werden müssen und verfügt über das nötige theoretische Wissen, um diesen Vorgang zu erlernen.
3. Lernzielbeschreibung
3.1. Richtlernziel
Der Auszubildende soll das Demontieren und Montieren von Bauteilen, Baugruppen und Systemen erlernen.
3.2. Groblernziel
Der Auszubildende erlernt den Aus- und Einbau der Glühlampe eines Hauptscheinwerfers, um später bei Wartungsarbeiten und Inspektionen die Glühlampe kontrollieren und wechseln zu können.
3.3. Feinlernziele
Im Folgenden werden die operationalisierten Feinlernziele beschrieben, die der Auszubildende nach der Unterweisung erreicht haben soll. Die Lernziele stammen aus dem psychomotorischen und dem kognitiven Bereich und beeinflussen somit die praktischen Fertigkeiten (psychomotorisch) und die intellektuellen Leistungen (kognitiv). 2 Tina Eckhorst
3.3.1. Psychomotorisches Feinlernziel
Der Auszubildende baut selbstständig und fehlerfrei die Glühlampe bei einem Hauptscheinwerfer eines PKWs aus und wieder ein.
3.3.2. Kognitives Feinlernziel
Der Auszubildende beschreibt fehlerfrei mit Hilfe von Zeichnungen die Funktionsweise der Bilux-Lampe und des Halogen-Scheinwerfers.
4. Unterweisungsplanung
4.1. Benennung der Ausbildungsmittel
Es werden folgende Ausbildungsmittel benötigt:
x Ein PKW - in diesem Fall das Modell SEAT Ibiza
x Ein Merkblatt über die „Funktionsweise einer Glühlampe im Hauptscheinwerfer“ x Zeichnungen zur Funktionsweise einer Glühlampe im Hauptscheinwerfer
4.2. Ausbildungsort
Normalerweise findet die Kontrolle der Glühlampe während Wartungsarbeiten oder einer Inspektion in der Werkstatt statt. Hier herrscht allerdings nicht die nötige Ruhe, um die Unterweisung durchzuführen, da Störungen von anderen Mitarbeitern oder Kunden nicht ausgeschlossen sind. Aus diesem Grund wurde in dem Betrieb eine Ausbildungswerkstatt eingerichtet, wo alle benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung stehen. Hier gibt es während der Unterweisung keine Störungen und der Auszubildende hat außerdem die nötige Ruhe, um den Vorgang später einige Male zu üben.
4.3. Ausbildungszeit
Die Unterweisung der ersten drei Stufen der 4-Stufen-Methode dauert etwa 15-20 Minuten. Für die vierte Stufe, in der der Auszubildende den Vorgang selbstständig übt, sind etwa 15 Minuten vorgesehen.
4.4. Begründung der Methodenauswahl
Für die Unterweisung „Ein- und Ausbau einer Glühlampe bei dem Hauptscheinwerfer eines PKWs“ wurde die 4-Stufen-Methode gewählt. Diese eignet sich besonders gut, da es sich um eine praktische Tätigkeit handelt, die am besten durch eigenständiges Ausführen erlernt wird. Durch die Erklärungen des Ausbilders wird das benötigte Fachwissen vermittelt.
3 Tina Eckhorst
4.5. Verlaufsplanung
4.5.1. 1. Stufe: Vorbereitung
4.5.2. 2. Stufe: Vormachen und Erklären
4 Tina Eckhorst
4.5.4. 4. Stufe: Selbstständig üben lassen
5.6. Lernzielkontrolle
Während der 3. Stufe soll der Auszubildende die Ausführungen des Ausbilders wiederholen. Dadurch können einige Fehler bereits beseitigt werden und es wird erkannt, ob der Auszubildende den Vorgang verstanden hat. Zusätzlich werden dem Auszubildenden im Anschluss noch Fragen gestellt, die die Sicherheitsvorkehrungen und die Funktionsweise der Glühlampe betreffen. Dies erfolgt, um wichtige Aspekte der Tätigkeit erneut zu vertiefen (Sicherheitsvorkehrungen) und das Spektrum des Wissens zu vergrößern, so dass es nicht auf die eigentliche Durchführung begrenzt ist (Funktionsweise der Glühlampe).
Des Weiteren findet nach der 4. Stufe, also dem intensiven Üben und festigen des Ausbildungsinhaltes, eine weitere Lernzielkontrolle statt, um noch bestehende Fehler zu erkennen und zu korrigieren. In der 4. Stufe soll der Auszubildende die Glühlampe des anderen Hauptscheinwerfers aus- und wieder einbauen, da es hier geringe Unterschiede gibt und der Auszubildende so lernen soll auch mit anderen Scheinwerfern zu arbeiten. Bei dieser Lernzielkontrolle ist es wichtig, dass der Ausbilder konstruktive Verbesserungsvorschläge macht und den Auszubildenden nicht entmutigt. Dies ist zum Beispiel dadurch möglich, dass er die richtigen Lösungen besonders hervorhebt. Außerdem wird der Auszubildende darauf hingewiesen, dass er den Arbeitsvorgang möglichst oft in der Praxis durchführen sollte, um das Gelernte weiterhin zu festigen.
6 Tina Eckhorst
5. Anhang
x Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan für Kraftfahrzeugservicemechaniker/innen x Merkblatt: „Funktionsweise einer Glühlampe im Hauptscheinwerfer“ x Zettel für die Lernzielkontrolle: Zeichnungen der Funktionsweise einer Glühlampe im Hauptscheinwerfer
7 Tina Eckhorst
Funktionsweise einer Glühlampe im Hauptscheinwerfer
Bilux-Lampe
x Älteres Modell einer Bilux-Lampe
x Die gängigen Halogen-Scheinwerfer funktionieren auf die gleich Weise x Das Licht wird auf einen Reflektor geworfen, der es bündelt und auf die Straße lenkt. x Fernlicht: Fernlichtfaden liegt frei
x Abblendlicht: Abblendfaden einseitig abgeschirmt, damit die vorgeschriebene Leuchtweite des Abblendlichts nicht überschritten wird (25m)
2 Austausch eines Filtereinsatzes (Unterweisung
Anlagemechaniker / -in für Sanitär-, Heizungs- und
Klimatechnik)
von Jens Mayer
Praktische Prüfung Teil IV Meisterprüfung
Schriftliche Ausarbeitung - Thema: Austausch eines Feinfiltereinsatzes
Inhaltsverzeichnis
Seite
1 Analyse der Ausgangssituation 3
1.1 Thema 3
1.2 Vorstellung des Lehrlings 4
2 Lernziele 5
2.1 Begriff 5
2.2 Einteilung der Lernziele 5
3 Arbeitszergliederung 7
4 Einstieg 9
5 Motivation 9
6 Methodenwahl 10
7 Umfang 11
8 Zeitvorgabe 11
9 Erfolgskontrolle 12
10 Hilfsmittel 12
11 Arbeitssicherheit 12
12 Anlagen 12
12.1 Montageanleitung 13
13 Aufbau Unterweisungsgestell 14
- 2 -
1 Analyse der Ausgangssituation
1.1 Thema
Das hier gewählte Unterweisungsthema „Auswechseln eines Feinfiltereinsatzes“ ist Teil der Verordnung über die Berufsausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs-, und Klimatechnik / zur Anlagenmechanikerin für Sanitär-, Heizungs-, und Klimatechnik (SHK).
Nach § 4 (Ausbildungsberufsbild), Absatz (1) gehört diese Arbeit zu den Fertigkeiten und Kenntnissen in Nummer 13: Instandhalten versorgungstechnischer Anlagen und Systeme.
In § 5 (Ausbildungsrahmenplan), fällt die hier zu unterweisende Tätigkeit unter Abschnitt II (Berufliche Fachbildung), Punkt 7 d):
Anlagen und Systeme instand setzen, insbesondere […]
- Betriebsbereitschaft durch Austauschen und Instandsetzen nicht funktionsfähiger Teile herstellen sowie
- Maßnahmen im Rahmen der vorbeugenden Instandhaltung einleiten
Zeitlicher Richtwert für diesen Ausbildungsteil sind 9 Wochen im Laufe des dritten und vierten Lehrjahres.
Der Lehrling hat vor dieser Ausbildungseinheit den Abschnitt I des Ausbildungsrahmenplans (Berufliche Grundbildung) durchlaufen. Er hat gelernt, mit den verwendeten Werkzeugen und Materialien seines Berufs umzugehen, kann Arbeitsabläufe planen und steuern, sowie die Arbeitsergebnisse kontrollieren und beurteilen. Die allgemeinen Vorkehrungen im Sinne der Arbeitssicherheit und Unfallverhütung sind ihm bekannt. Nach erfolgter Ausbildungseinheit wird das Thema vertieft, indem auf kompliziertere und komplexere Anlagen und Systeme eingegangen wird. Ebenso kommt die Fehlersuche und Fehlerbehebung dazu. Des Weiteren folgen nach dem Ausbildungsrahmenplan einige anspruchsvollere Ausbildungseinheiten.
Das Unterweisungsthema habe ich deshalb gewählt, weil es für den Lehrling einen Einblick in die Arbeit als Kundendienstmonteur bietet. Nachdem er im Abschnitt I des Ausbildungsrahmenplans in erster Linie die Grundfertigkeiten und Kenntnisse des Bauhandwerks gelernt hat, kann er an diesem Beispiel den Übergang zu Service- und Wartungsarbeiten kennen lernen, welche im Berufsbild des Anlagenmechanikers SHK eine immer wichtigere Rolle spielen. Das Wechseln eines Feinfiltereinsatzes ist dabei eine Tätigkeit, die überschaubar ist und dem Lehrling doch einige neue Erkenntnisse bringt.
Raum 0.15 der Robert-Mayer-Schule, in dem die Unterweisung stattfindet, erfüllt alle notwendigen Vorraussetzungen, um die Unterweisung durchzuführen. Wasser- und Abwasseranschluss, sowie genügend Platz zum Vorbereiten und Arbeiten sind vorhanden. Die Unterweisung findet an einem Übungsgestell satt.
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1.2 Vorstellung des Lehrlings
Name: Max Müller
Alter: 19
Nationalität: deutsch
Schulbildung: Realschulabschluss
Ausbildungsberuf: Anlagenmechaniker SHK
Lieblingsfach: Fachpraxis, Fachtheorie
Ausbildungsjahr: 3
Hobbys: Fußball, Motorradfahren, Angeln
Durch ein Ausbildungsgespräch mit Herrn Müller ist mir sein Ausbildungsstand und seine Einstellung zu seinem Beruf bekannt. Zurzeit besucht er die Klasse 4B2 an der Berufsschule in Waiblingen. Zu seinen Eltern herrscht ein harmonisches Klima, mit seinem Bruder Mark versteht er sich ebenfalls sehr gut.
Den Beruf des Anlagenmechanikers SHK hat er ergriffen aus handwerklichem Interesse und der Aussicht auf eine abwechslungsreiche Tätigkeit. Zudem sieht er im Beruf des Anlagenmechanikers eine sehr gute Chance auf einen sicheren Arbeitsplatz. Herr Müller ist ein äußerst interessierter und aufgeschlossener Auszubildender. Zusätzliche Motivation, einen guten Ausbildungsabschluss zu erzielen, gibt ihm seine eigene Zielsetzung, nach einigen Jahren Berufserfahrung die Meisterprüfung erfolgreich ablegen zu wollen.
In seinem Ausbildungsbetrieb, Firma Schneider in Hamburg, konnte Herr Müller bislang ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fertigkeiten im Bereich der Sanitär- und Heizungsinstallation erwerben. Durch die sehr gute Ausstattung und die breit gefächerte Auftragslage seiner Ausbildungsstätte hat er die geforderten Lerninhalte aus dem Ausbildungsrahmenplan für das erste und zweite Lehrjahr sehr gut vermittelt bekommen und beherrscht diese auch. Kleinere Arbeiten im Rahmen des Kundendienstes kann er bereits selbstständig ausführen.
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2 Lernziele
2.1 Begriff
Die Lernziele beschreiben die Fertigkeiten und Kenntnisse, die der Auszubildende nach erfolgreicher Unterweisung hat. Sie beinhalten angestrebte und beabsichtigte Ergebnisse des Lernprozesses während sowie die Veränderung von Verhaltensweisen nach der Unterweisung. Es sind somit Beschreibungen, wie das Endverhalten des Lehrlings aussieht, das durch das Lernen in der Ausbildung erreicht werden soll.
Lernziele dienen hierbei der Strukturierung sowie der Beurteilung der Unterweisung (Lernzielkontrolle).
2.2 Einteilung der Lernziele
Lernziele lassen sich auf verschiedenen Grundlagen untergliedern:
I.) Nach der Genauigkeit:
x Leitziel: Erfolgreicher Abschluss der Ausbildung mit bestehen der Gesellenprüfung zum Anlagenmechaniker SHK
x Richtziel: Beherrschen einer bestimmten Berufsbildqualifikation:
x Grobziel: Erlangen spezieller Fähigkeiten und Kenntnisse nach Ausbildungsrahmenplan
x Feinziel: Austausch eines Feinfiltereinsatzes Typ Cillit ® 77 SN (¾“ - 1¼“)
II.) Nach dem Niveau des Lernziels:
Während und nach der Unterweisung steigt der Grad der Anforderungen, die an den Auszubildenden gestellt werden. Nach dem Maßstab der Wertigkeit werden hier unterschiedliche Lernzielstufen unterschieden:
2. Reorganisation: Der Lehrling hat nach der Unterweisung die nötigen Fertigkeiten und
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GRIN Verlag (Hrsg.), 2008, Unterweisungen für Ausbildungsberufe im Handwerk, München, GRIN Verlag GmbH
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Ausführen farbverändernder Haarbehandlungen (Unterweisung Friseur / -i...
Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 13 Seiten
Unterweisungen für Ausbildungsberufe im Handwerk
7 erprobte Vorschläge für eine...
AdA Handwerk / Produktion / Gewerbe - Sonstige Berufe / Themen
Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 92 Seiten
Wechseln einer H4-Glühlampe eines Scheinwerfers bei einem Kraftfahrzeu...
AdA Handwerk / Produktion / Gewerbe - Kfz-Berufe
Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 15 Seiten
GRIN Verlag (Hrsg.)'s Text Unterweisungen für Ausbildungsberufe im Handwerk ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
GRIN Verlag (Hrsg.) hat den Text Unterweisungen für Ausbildungsberufe im Handwerk veröffentlicht
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