I Allgemeine Angaben
Bezeichnung der zuständigen Stelle, bei der die Unterweisungsprobe vorgelegt wird IHK Duisburg
Tag der Ausbildungseinheit
Im März 2009
Thema der Ausbildungseinheit
Erfassung eines Kundenauftrags im Warenwirtschaftssystem
Ziel der Ausbildungseinheit
Selbständiges Durchführen der Auftragserfassung und erstellen der Auftragsbestätigung
Lernort (Ausbildungsplatz):
PC-Arbeitsplatz für Auszubildende im Vertriebsbüro
Ausbildungsberuf
Kaufmann im Groß- und Außenhandel
Zahl der Auszubildenden während der Ausbildungseinheit 1 Auszubildender
Ausbildungsjahr und -monat
Der Auszubildende befindet sich im
6. Ausbildungsmonat des 1. Ausbildungsjahres
Zeitdauer der Ausbildungseinheit 20 Minuten
Ausbildungsmethode
Lehrgespräch i.V.m. Demonstration
Ausbildungsmittel
PC/Terminal (Für die Unterweisungsprobe wird ein Labtop verwendet)
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II Inhaltliche und methodische Struktur des Unterweisungsab-
laufs
2.1 Themenwahl
Das Berufsbild des Kaufmann im Groß- und Außenhandel beinhaltet gemäß
§ 4 der Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel/zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel vom 14. Februar 2006 im Sinne des § 4 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten über Verkauf und Kundenberatung.
Für beide Fachrichtungen (Großhandel und Außenhandel) sieht der Ausbildungsrahmenplan, Anlage des § 5 der Verordnung, im Einzelnen bereits für das erste Lehrjahr folgende fachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vor:
Aus diesen Vorgaben leiten sich wie weiter unten erörtert die Feinlernziele der vorliegenden Ausbildungseinheit ab.
Die Auszubildenden befinden sich nach dem betrieblichen Ausbildungsplan ab dem 6. Monat ihrer Ausbildung für 3 Monate im Vertriebsbüro des Unternehmens, wo sie die Abläufe dort kennen lernen und in die Wertschöpfung des Gesamtunternehmens einordnen lernen sollen. So auch der Auszubildende R.
Die Erfassung eingehender Kundenaufträge mit Hilfe des integrierten Warenwirtschaftssystems als Thema der vorliegenden Ausbildungseinheit stellt mit den enthaltenen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten einen wichtigen Schritt innerhalb des Vertriebsprozesses und zur weiteren Bearbeitung der Daten dar und eignet sich somit in besonderer Weise zur Erreichung der ge-forderten beruflichen Handlungsfähigkeit. Der Auszubildende wird in die Lage des selbständigen Arbeitens im Sinne einer vollständigen Handlung versetzt. Siehe hierzu auch Kapitel 2.3 Didaktische Analyse und 2.3.4 Lernbereiche.
2.2 Adressatenanalyse und Situationsbeschreibung
2.2.1 Adressatenbeschreibung
Der Auszubildende R. hat einen mittleren Bildungsabschluss mit ausgezeichneten Noten und ist bereits über 18 Jahre alt.
Die Benutzung eines PC ist ihm vertraut, er kann mit den üblichen Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogrammen sehr gut umgehen. Die grundsätzliche Handhabung des betrieblich genutzten Warenwirtschaftssystems ist ihm ebenfalls vertraut aus den Abteilungen „Lager“ und „Einkauf“. Bisher hat er sich überdurchschnittlich wissbegierig und sehr lerneifrig gezeigt und hat bei vorhergehenden Unterweisungen bewiesen, dass er die Wertschöpfungsprozesse eines Handelshauses sehr gut nachvollziehen kann Seite 3 von 17
sowie benötigte Informationen gezielt erfragt. Seine offene kommunikative Art macht ihn sogar zu einem Kandidaten, bei dem zu erwarten ist, dass ihm der Bereich Verkauf als eine berufliche Perspektive liegen wird.
Es ist aufgefallen, dass Herr R. zwar sehr schnell und eifrig arbeitet, es dabei aber hin und wieder an Sorgfalt mangeln lässt. Insgesamt wurde er von den bereits durchlaufenen Abteilungen als „gut“ beurteilt.
2.2.2 Lernort
Herr R. ist im 6. Monat seiner betrieblichen Ausbildung und somit gemäß betrieblichem Ausbildungsplan bereits seit einigen Tagen im Vertriebsbüro beschäftigt. Dort ist eine Lernecke eingerichtet, ein Schreibtisch mit zwei PCs als Arbeitsplatz für Auszubildende, der durch Raumteiler vom Geschehen des Büros abgetrennt ist, und somit die Gelegenheit für konzentrierte Arbeit, Übungen und Lernen bietet.
Ein Telefon ist ebenfalls vorhanden, dieses wird für die Dauer der Unterweisung jedoch umgeleitet, um Störungen zu vermeiden. Der Auszubildende hat eigene Benutzerdaten und Zugang zum System. Ein Block und Kugelschreiber für Notizen sind vorhanden.
2.2.3 Zeitpunkt und Dauer der Ausbildungseinheit
Die Ausbildungseinheit soll vormittags stattfinden. Geplanter Zeitraum von ca. 8:30 Uhr bis 8:50 Uhr insgesamt also ca. 20 Minuten. Der geringe zeitliche Umfang der Unterrichtseinheit ist ideal, den Lerneffekt möglichst groß zu halten und keinen Abfall der Konzentration zu erfahren. Ebenso ist anzunehmen, dass der Auszubildende am Vormittag ausgeruhter ist, und vorher noch keine fordernden Aufgaben erledigt hat. Darüber hinaus soll der Auszubildende gleich im Anschluss und noch vor der Mittagspause Gelegenheit haben, das Gelernte im echten Betrieb anzuwenden, zu vertiefen und zu üben. Für Rückfragen während des weiteren Tagesverlaufs und Anleitung bei Bedarf stehen die Fachkräfte im Vertriebsbüro zur Verfügung.
2.3 Didaktische Analyse und Themenabgrenzung
2.3.1 Fachliche Einordnung
Kenntnisse über den Waren- und Datenfluss (§ 4 Abs. 1. Nr. 2.4 Waren- und Datenfluss) entlang der Wertschöpfungskette im Unternehmen, ebenfalls ein Lernziel des Berufsbilds der Ausbildungsordnung, stellen ein Fundament für mehrere Detailfunktionen in den Abteilungen eines Wirtschaftsunternehmens dar.
Auszug aus der Ausbildungsordnung, Ausbildungsrahmenplan, Quelle:
Die Auszubildenden lernen die Struktur des Gesamtunternehmens und die Funktionen der einzelnen Abteilungen im Überblick in den ersten Ausbildungswochen im hausinternen Werksunterricht durch Vertreter der jeweiligen Abteilung kennen. Dieser findet wöchentlich statt. Die betriebswirtschaftliche Verzahnung der Unternehmensabteilungen im Allgemeinen ist als bekannt vorauszusetzen. Mehrere Unterrichtseinheiten, in denen Fachwissen spezifisch vermittelt wird, beinhalten die Sicherung und Vertiefung dieses Wissens, so auch diese.
Begleitend zu den fachlichen Kenntnissen und Fertigkeiten in einzelnen Funktionen sollen auch die allgemeinen übergeordneten Anforderungen in Hinblick auf § 4 Abs. 1 Nr. 4.1 Informations- und Kommunikationssysteme aus der Ausbildungsordnung vermittelt bzw. gesichert und erweitert werden:
Auszug aus der Ausbildungsordnung, Ausbildungsrahmenplan, Quelle:
Der Auszubildende R. war planmäßig nach dem betrieblichen Ausbildungsplan bereits in den Abteilungen „Lager“ und „Einkauf“ tätig, die ebenfalls mit Modulen des vorliegenden Warenwirtschaftssystems arbeiten. Stammdaten und Bewegungsdaten im Auftragskopf und in der Auftragsposition sowie die Funktionsweise des Warenwirtschaftssystems mit Stamm und Bewegungsdaten sowie das EVA-Prinzip 1 der EDV sind ihm daher ebenfalls grundlegend vertraut.
Die Kundenauftragsdaten und spezifische Anforderungen des Verkaufs soll er nun bei dieser Unterweisung kennen lernen. Details hierzu finden sich weiter unten in den Lernzielen.
Anschließend an die vorliegende Einheit sollen während seiner Beschäftigung im Vertrieb auch weitere Groblernziele aus Punkt 3.3. des Ausbildungsrahmenplans in passende Lerneinheiten umgewandelt und systematisch und an realistischen Beispielen aus der Praxis vermittelt werden. Die fachbezogenen und eher kognitiven Lernzielen entsprechenden Unterpunkte c), d), e), f) und
g) werden eigene Unterweisungseinheiten darstellen und gemäß der zeitlichen Gliederung des Ausbildungsrahmenplans vermittelt. Der Unterpunkt b) wird als eher affektives Lernziel immer wieder begleitend angesprochen werden.
1 Eingabe-Verarbeitung-Ausgabe
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Arbeit zitieren:
Svenja Kress, 2009, Autragserfassung in einem Warenwirtschaftssystem (Unterweisung Groß- und Einzelhandelskaufmann / -kauffrau), München, GRIN Verlag GmbH
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