Schriftliche Unterweisungsprobe
Ausbildungseinheit: (§5 Nr. 2) Arbeiten am Tisch des Gastes,
Lernziel:
Gemäß Ausbildungsrahmenplan bzw. betrieblichen
Lernzielbereiche:
Kognitive Lernziele
• Der Auszubildende ist in der Lage die einzelnen Arbeitsschritte zu verstehen (Was, Wie, Warum).
• Der Auszubildende kann ohne Hilfsmittel, den Aufbau des Getränkes, seine Rezeptur, Zubereitung,
und die benötigten Arbeitsmittel nennen.
Psychomotorische Lernziele
• Der Auszubildende ist in der Lage fachgerecht mit Spirituosen und alkoholfreien Getränken umzugehen.
• Der Auszubildende kann, mit Hilfe des Messbechers Spirituosen einschenken und die Zutaten für einen Longdrink abmessen. (Einhalten der Maßgenauigkeit)
• Der Auszubildende kann in der richtigen Reihenfolge der Zutaten einen Tequila Sunrise mit Hilfe des Shakers zubereiten.
• Der Auszubildende ist in der Lage, mit dem Messer und der Barzange eine Standartgarnitur herzustellen.
• Der Auszubildende kann Fertigkeiten aus vorangegangenen Unterweisungen weiter festigen.
Affektive Lernziele
• Größere Sorgfalt in der Ausführung wird erreicht
• Motivation zu Ordnung und Sauberkeit wird gesteigert
• Kritische Überprüfung der eigenen Arbeit wird gefördert
• Freude am guten, erreichten Ergebnis stimulieren, Motivation durch neue Herausforderung, Festigung der Persönlichkeit durch Erfolg
Zielgruppe: 18 jähriger Auszubildender im 3. Ausbildungsjahr, der durch die
Berufsschule die benötigten Vorkenntnisse hat. Er macht die Ausbildung zum Restaurantfachmann, zeigt Interesse, ist lern- aufnahmefähig. Der Auszubildende ist Rechtshänder.
Schriftliche Unterweisungsprobe
Methoden:
Die Vier-Stufen-Methode eignet sich besonders bei dieser Lehrunterweisung, da der Auszubildende mit mehreren Sinnen beim Erlernen beteiligt sind, was einen nachhaltigen Lerneffekt verspricht. Bei dem Thema der Unterweisung verspricht diese Methode auch die höchste Zeiteffizienz. Eine reine Demonstration hätte demgegenüber den wesentlichen Nachteil, dass der psychomotorische Lernbereich nicht angesprochen würde. Die Umsetzung der Theorie in die Praxis ist aber das wesentliche Lernziel dieser Unterweisung. Die Leittextmethode eignet sich hier nicht, da die zur Verfügung stehende Zeit zu knapp ist.
Vier-Stufen-Methode/Einzelunterweisung
1. Stufe: Vorbereiten des Auszubildenden
2. Stufe: Vormachen und Erklären durch den Ausbilder
3. Stufe: Nachmachen und Erklären lassen
4. Stufe: Selbständiges Anwenden und Üben des Gelernten
Weiterhin wird nach den nachfolgenden didaktischen Prinzipien unterwiesen:
Zielklarheit
Der Auszubildende muss die Ziele der Lehrunterweisung kennen. Der Ausbilder muss daher planen, welche Ziele im jeweiligen Ausbildungsabschnitt erreicht werden sollen, diese mit dem Auszubildenden besprechen, damit dieser auch zielgerichtet beim Lernen und Arbeiten vorgehen kann.
Altersgerechtheit
Der Ausbilder muss in seiner Planung die alterstypischen Verhaltensweisen berücksichtigen, sowie Entwicklungsprobleme des Jugendlichen beachten.
Fasslichkeit
Der Auszubildende soll im Hinblick auf die Schwierigkeit und Menge der Aufgabe nicht überfordert werden, weil ansonsten der Auszubildende durch Misserfolge die Motivation verliert. Jedoch soll der Auszubildende auch nicht unterfordert werden, weil sonst die Ausbildung für ihn schnell langweilig wird. Daher müssen die Aufgaben auf den Auszubildenden abgestimmt sein.
Praxisnähe
Die Vermittlung soll unter Berücksichtigung der praktischen Erfordernisse des Betriebes erfolgen.
Somit fällt es den Auszubildenden leichter, das Erlernte in die Praxis umzusetzen und auf andere Aufgabengebiete zu übertragen.
Förderung der Aktivität Lernen ist vor allem dann erfolgreich, wenn der Auszubildende selbst aktiv wird. Das eigene Tun steht im Vordergrund. (durchdenken, erkunden, erproben, entdecken) Der Auszubildende erhält genügend Gelegenheit, sich eigenständig und aktiv mit einer Situation auseinander zu setzen, damit er sich sicherer in seinen Handlungen fühlen kann.
Erfolgssicherung
Der Ausbilder darf sich nicht mit der Augenblickssituation zufrieden geben, da nur der dauerhafte Lernerfolg zählt. Damit der Auszubildende das Gelernte nicht so schnell vergisst, muss er genügend Gelegenheit zum Üben, Vertiefen und Anwenden in unterschiedlichen Situationen erhalten, damit das Ziel der Ausbildung erreicht wird.
Individualisierung und Differenzierung
Bei der Durchführung der Unterweisung muss der Ausbildende die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen des Auszubildenden beachten, sich vor allem dessen Stärken und Schwächen bewusst machen und so entsprechend differenziert vorgehen.
Ausbildungsmittel: Arbeitsmittel: Schneidebrett, Messer, Barlöffel,
Rahmenbedingungen: Die Unterweisung findet an einem Mittwoch an der Hotelbar, in der Zeit von 8:30 Uhr bis 10:00 Uhr statt. Der Auszubildende kann sich zu diesem Zeitpunkt voll auf die Unterweisung konzentrieren, da sich die Tagesleistungskurve sowie die Leistungsfähigkeit im Verlauf der Woche hier am höchsten darstellt. Hier sind alle notwendigen Arbeitsgeräte und –mittel vorhanden. Dieser Gastronomiebereich wird erst am späten Nachmittag geöffnet und ist somit ideal, um eine störungsfreie Arbeitsatmosphäre zu gewährleisten.
Führungsstil: demokratischer (partnerschaftlicher) Führungsstil, bei der Vermittlung der Unfallverhütungsvorschriften wird der autoritäre Führungsstil angewendet
Lernzielkontrolle: Ich lasse den Auszubildenden in meinem Beisein selbständig arbeiten, beobachte ihn und stelle durch Hinterfragen seiner Tätigkeiten fest, ob er den Lernstoff verinnerlicht hat.
Unfallverhütung: Der Auszubildende wurde in die Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften, den Verhaltensweisen bei Unfällen, regelmäßig belehrt und hat dies mit seiner Unterschrift bestätigt.
Schriftliche Unterweisungsprobe
1. Stufe Vorbereitung des Auszubildenden
1. Befangenheit nehmen und Kontakt zum Auszubildenden herstellen
Freundliche Begrüßung des Auszubildenden zu Beginn der Unterweisung, um eventuelle Hemmschwellen/Ängste abzubauen. Günstige Lernatmosphäre schaffen. Unauffällige Kontrolle der Arbeitsbekleidung (geschlossenes Schuhwerk). Hinweis auf mögliche Gefahrenquellen - Unfallverhütung
2. Information über Thema, Bekanntgabe des Lernzieles, Weckung von Interesse,
Motivation
Ich erkläre dem Auszubildenden anhand eines Gespräches das Thema der anstehenden Lehrunterweisung und erläutere das Lernziel. Des weiteren erläutere ich grob den Ablauf der Unterweisung. Ich wecke Interesse und motiviere den Auszubildenden (z.B. die Aussicht auf selbständiges Arbeiten an einer Bar oder dass er bei einer größeren Veranstaltung des Hauses mit der Zubereitung eines solchen Mischgetränkes für Abwechslung sorgen kann) und verweise gleichzeitig auf die Wichtigkeit der Thematik.
3. Richtziel nennen
Der Auszubildende lernt die Herstellung von alkoholischen und alkoholfreien Mischgetränken.
4. Grobziel nennen
Der Auszubildende stellt selbständig Mischgetränke/Longdrinks her.
5. Feinziel nennen
Der Auszubildende kann einen Tequlia Sunrise fachgerecht, selbständig und sorgfältig herstellen und die erlernten Fähigkeiten auch auf andere Arbeiten übertragen.
Arbeit zitieren:
Heiko Uhlig, 2009, Herstellung eines Tequila Sunrise (Unterweisung Restaurantfachmann / -fachfrau), München, GRIN Verlag GmbH
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Herstellen eines alkoholfreien Cocktails (Unterweisung Restaurantfachm...
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Heiko Uhlig's Text Herstellung eines Tequila Sunrise (Unterweisung Restaurantfachmann / -fachfrau) ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Heiko Uhlig hat den Text Herstellung eines Tequila Sunrise (Unterweisung Restaurantfachmann / -fachfrau) veröffentlicht
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