Disposition
I. Rahmenbedingungen 3
1. Adressat 3
2. Ort 4
3. Zeitpunkt. 4
4. Dauer 4
II. Didaktische Analyse 5
1. Thema. 5
2. Lernziele 6
3. Schlüsselkompetenzen 6
4. Einzelne Lernschritte 7
III. Methodische Analyse 7
1. Methodische Festlegung 7
2. Medieneinsatz 8
IV. Ablaufplan der Unterweisung 9
V. Lernerfolgskontrolle 10
VI. Anlagen 11
Literaturverzeichnis 20
2
I. Rahmenbedingungen
1. Adressat
Bei der Adressatenanalyse handelt es sich um die Feststellung der Lernvoraussetzungen der Zielgruppe. 1 Es wird dabei zuerst der Ist-Stand festgestellt wie z.B. die Qualifikation, die Motivation und das Potenzial des Auszubildenden. Vorliegend findet die Unterweisung mit einem Auszubildenden statt. Daher beschränkt sich die Zielgruppe auf eine Person, die nun nachfolgend kurz untersucht wird.
Name: Stefan Müller
Alter: 20 Jahre
Geschlecht: Männlich
Ausbildungsberuf: Bankkaufmann
Ausbildungsstand: Erstes Ausbildungshalbjahr
Vorbildung: Allgemeine Hochschulreife mit gutem Ergebnis
1 (Niegemann, Dogmagk, Hessel, Hein, Hupfer, & Zobel, 2008)
3
2. Ort
Die Wahl des Ausbildungsortes soll gewährleisten, dass das Unterweisungsgespräch ansprechend gestaltet und nicht unterbrochen wird. Insofern wird ein vom Kundenschalter etwas abgesetztes Beratungszimmer gewählt. In Abstimmung mit einem Kollegen wird das Telefon auf diesen umgestellt. Das Beratungszimmer ist angenehm temperiert und mit ergonomisch geformten Stühlen ausgestattet, was ein gutes Arbeiten im Sitzen ermöglicht. Der Raum wird durch ein großes Fenster mit Tageslicht beleuchtet. Die entsprechenden Formulare für einen Dauerauftrag liegen in ausreichender Anzahl griffbereit auf dem Schreibtisch. Neben dem Schreibtisch ist ein Flipchart aufgebaut.
3. Zeitpunkt
Die Unterweisung findet im ersten Ausbildungshalbjahr statt. In einer
vorangegangene Unterweisung wurde dem Auszubildenden das Formular einer Inlandsüberweisung und dessen ordnungsgemäße Beschriftung erläutert. Diese bereits erlernte Fertigkeit beherrscht Hr. Müller sehr gut. Die vorangegangene Unterweisung eignet sich wegen dem engen thematischen Bezug gut für das heutige Ausbildungsthema.
Für die Unterweisung wird an einem Donnerstag ein fester Termin für den darauffolgenden Dienstag um 09:15 Uhr vereinbart. Die Terminplanung ermöglicht die mentale Vorbereitung sowohl des Auszubildenden als auch des Ausbilders. Es wird ein Dienstag gewählt, weil der Einstieg in die Arbeitswoche bereits stattgefunden hat. Die Gedanken konzentrieren sich nicht auf das Wochenende oder die Aufgaben, die eventuell letzte Woche nicht erledigt werden konnten. Als Zeitpunkt für die Unterweisung wird 09:15 Uhr vereinbart. Dieser befindet sich zwischen 8 und 10 Uhr in der Phase, in der vormittags das Maximum der physiologisch bedingten Leistungsfähigkeit erreicht wird. 2 Dort ist die Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit sehr hoch und die täglichen Routinearbeiten dürften bereits erledigt sein. Ferner deckt diese Zeitspanne die gesamte Dauer der geplanten Unterweisung ab und lässt neben den geplanten Unterweisungspunkten Freiraum für Ergänzungen und weitere offene Fragen.
Bereits im Vorfeld wurde mit den anderen Service-Kräften vereinbart, dass der Auszubildende den nächsten Dauerauftrag am Schalter für einen Kunden ausfüllt. So wird gewährleistet, dass das Erlernte wiederholt wird und die erlangten Kenntnisse zeitnah gefestigt werden.
4. Dauer
Die Unterweisung hat einen veranschlagten Zeitraum von ungefähr 15 Minuten. Damit soll erreicht werden, dass auf Grund der kurzen Dauer die Konzentrationsfähigkeit erhalten bleibt und Hr. Müller trotz der kurzen Dauer die Informationen verinnerlichen kann.
2 (Metzig & Schuster, 2006)
4
II. Didaktische Analyse
1. Thema
Hr. Müller soll als Auszubildender gemäß Ausbildungsrahmenplan in einem Zeitraum von insgesamt zwei bis vier Monaten Fertigkeiten und Kenntnisse über den nationalen Zahlungsverkehr (§ 3 Nr. 3.2) erhalten. Dies ist laut Ausbildungsverordnung (BankKfm/KfrAusbV) für das erste Ausbildungsjahr vorgesehen.
Der nationale Zahlungsverkehr umfasst laut Ausbildungsrahmenplan
beim Barzahlungsverkehr unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften und der Organisation des ausbildenden Unternehmens mitwirken,
rechtliche Bestimmungen und vertragliche Vereinbarungen bei der Abwicklung des Zahlungsverkehrs anwenden,
Kunden über kartenbezogene Dienstleistungen beraten sowie Zahlungs- und Kreditkarten anbieten,
Produkte des ausbildenden Unternehmens im Rahmen des Elektronic-Banking darstellen
und die Groblernziele der Unterweisung
Kunden bei der Wahl der Zahlungsart beraten (§ 3 Nr. 3.2 a)), die Bearbeitung von Zahlungsverkehrsaufträgen an Beispielen erläutern (§ 3 Nr. 3.2 c)).
Es erfolgt demgemäß eine Zuordnung des Themas im Ausbildungsrahmenplan. Weiterhin tangiert es partiell weiter gefasste Ausbildungspunkte, wie z.B. den Datenschutz.
Das Unterweisungsthema wurde ebenso durch die Kulturministerkonferenz im Lernfeld 2: „Konten führen“ aufgegriffen, dort ist der Dauerauftrag unter Punkt „Zahlungen mit Überweisungen, Schecks, Lastschriften und Karten im Überblick“ einzuordnen.
Der betriebliche Ausbildungsplan wurde gem. § 5 BankKfm/KfrAusbV nach den sachlichen und zeitlichen Vorgaben des Ausbildungsrahmenplanes erstellt. Zur Vermittlung der oben angegebenen Kenntnisse wird der Auszubildende bereits seit mehreren Wochen in einer Zweigstelle des Kreditinstitutes eingesetzt. Parallel dazu werden theoretische Kenntnisse in der Berufsschule an zwei Wochentagen vermittelt. Ferner hat Hr. Müller an einem dreitätigen Einführungsseminar des Kreditinstitutes teilgenommen, das u.a. die Formulare Überweisung, Scheck, Lastschrift und Dauerauftrag vorstellte.
Das ausgesuchte Themengebiet für die Unterweisung ist im alltäglichen Kundenkontakt ein ständiges Gesprächsthema. Durch die Unterweisung gewinnt der Auszubildende an Souveränität bei der Bearbeitung von Kundenaufträgen und Beantwortung von Kundenanfragen. Ferner bietet es dem Auszubildenden die Möglichkeit seine Fachkompetenz unter Beweis zu stellen und erleichtert den Einstieg in folgende Kundengespräche. Er kann ferner zeigen, dass er sensibel mit Kundendaten umgeht und die Richtlinien des Datenschutzes beachtet.
5
2. Lernziele
3. Schlüsselkompetenzen
Die OECD definiert Schlüsselkompetenzen als Kompetenzen oder auch Qualifikationen, die zum Erreichen wertvoller Ergebnisse beitragen, indem sie Menschen dabei helfen, wichtige Anforderungen unter unterschiedlichen Bedingungen zu erfüllen. 3 Schlüsselkompetenzen sind diejenigen Kompetenzen, die alle Menschen für ihre persönliche Entfaltung, soziale Integration, Bürgersinn und Beschäftigung benötigen. 4 Schlüsselqualifikationen, die mit der Unterweisung umgesetzt werden sollen sind insbesondere
- Konzentrationsfähigkeit, - Sorgfalt, - Genauigkeit, - Leistungsbereitschaft, - Engagement, - Ausdauer, - Selbstständigkeit, - Logisches Denken, - Systematisches Vorgehen.
3 (Kabo, 2009)
4 (Kommission, 2006)
6
Arbeit zitieren:
Jens Stieler, 2011, Ausfüllen eines Dauerauftrages (Unterweisung Bankkaufmann / -kauffrau) , München, GRIN Verlag GmbH
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