Inhaltsverzeichnis
1 Allgemeine Vorüberlegungen zu der geplanten Ausbildungseinheit 3
1.1 Was soll vermittelt werden? 3
1.2 Wohin soll der Auszubildende geführt werden? 4
1.3 Wann und wie lange soll die Ausbildungseinheit durchgeführt werden? 5
1.4 Wem soll die Ausbildungseinheit vermittelt werden? 6
1.5 Wie soll die Ausbildungseinheit durchgeführt werden? 6
1.6 Womit soll die Ausbildungseinheit durchgeführt werden? 7
1.7 Wo soll die Ausbildungseinheit durchgeführt werden? 7
1.8 Wer soll die Ausbildungseinheit durchführen? 8
2 Planen der Ausbildungseinheit 10
2.1 Festlegen des Richtlernziels 10
2.2 Festlegen des Groblernziels 10
2.3 Festlegen der Feinlernziele 10
2.4 Festlegen der Lernmethode/Methoden-Mix 10
2.5 Festlegen der Anzahl der Auszubildenden an der Ausbildungseinheit 11
2.6 Festlegen des Durchführenden der Ausbildungseinheit 11
2.7 Vorauszusetzender Wissensstand 11
2.8 Festlegen der Ausbildungsphase/Ausbildungsjahr 11
2.9 Festlegen des Lernortes 11
2.10 Festlegen der benötigten Arbeitsmittel 11
2.11 Festlegen der Dauer der Ausbildungseinheit 11
2.12 Vorbereiten des Ausbildungsortes 12
2.13 Fördern der Schlüsselqualifikationen 12
3 Durchführen der Ausbildungseinheit 13
3.1 Stufe 1 : Informieren 13
3.2 Stufe 2 : Planen 13
3.3 Stufe 3 : Entscheiden 13
3.4 Stufe 4 : Ausführen 14
3.5 Stufe 5 : Kontrollieren 14
3.6 Stufe 6 : Bewerten 14
4 Nachbereitung der Ausbildungseinheit 15
4.1 Abschließendes Lehrgespräch 15
4.2 Auswerten der Ergebnisse der Ausbildungseinheit nach Lehrgespräch 15
4.3 Rückmeldung über den Erfolg der Ausbildungseinheit 15
4.4 Maßnahmen zur Sicherung des Lernerfolgs 16
4.5 Stabilisierung und Motivation des Auszubildenden 16
5 Leittext / Ablaufplan 17
6 Notizen 19
2
1 Allgemeine Vorüberlegungen zu der geplanten Ausbildungseinheit
Ich als Ausbilder muss mir vor der durchzuführenden Ausbildungseinheit im Vorfeld über die im Ausbildungsberufsbild beschriebenen Ausbildungsinhalte, sprich der mindestens zu vermittelnden Fertigkeiten und Kenntnisse im Klaren sein und diese auch zielgerecht dem Auszubildenden vermitteln.
Dazu gehe ich nach einem 8-W-Fragensystem wie folgt vor.
1.1 Was soll vermittelt werden?
Die Ausbildungsordnung eines jeden ordentlichen (staatlich anerkannten) Ausbildungsberufes regelt in dem jeweiligen Ausbildungsberufsbild welche Fertigkeiten und Kenntnisse während der Ausbildungszeit mindestens vermittelt werden müssen. Diese daraus sich ergebenen Fertigkeiten und Kenntnisse sollen den Auszubildenden dazu befähigen selbstständig das Gelernte zu planen, durchzuführen und zu kontrollieren.
Deshalb habe ich als Ausbilder den Auftrag die Berufsausbildung anhand des Ausbildungsrahmenplanes und des daraus abzuleitenden betrieblichen Ausbildungsplanes zeitlich und sachlich so durchzuführen, dass das Ausbildungsziel in der Ausbildungszeit erreicht werden kann. Außerdem soll der Auszubildende die Befähigung zur Ausübung seiner spezifischen qualifizierten beruflichen Tätigkeit erlangen und sekundär die Persönlichkeitsentwicklung gefördert und gefestigt werden. Das heißt im konkreten, das ich als Ausbilder neben dem vermitteln von Fachkenntnissen auch einen Erziehungsauftrag habe und dem Auszubildenden gewisse Schlüsselqualifikationen wie Sozial-, Methoden- und Fachkompetenz, welche in der Handlungskompetenz zusammenfließen, zu vermitteln habe.
Die Handlungskompetenz sind grundlegende arbeitsplatz-, fach- und betriebsübergreifende Fähigkeiten.
Hier liegen meinem Handeln folgende Rechtsvorschriften zugrunde:
Ausbildungsordnung im Berufsbildungsgesetz (BBiG) §§ 1u.5
Ausbildungsberufsbild, Ausbildungsrahmenplan und betrieblicher Ausbildungsplan laut Ausbildungsordnung (AO) §§ 4 und 5 .
3
Die Handlungskompetenz setzt sich zusammen aus:
a) Sozialkompetenz
- unter anderem Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Persönlichkeitsmerkmale (Charakter)
b) Methodenkompetenz
- Fähigkeit einen bestimmten Lernstoff möglichst auf effektive , geschickte Weise zu behandeln und sich so neue Fertigkeiten und Kenntnisse selbstständig anzueignen
c) Fachkompetenz
- Fähigkeit selbstständig Lösungen bei komplexen beruflichen Aufgaben zu erarbeiten
Diese aus a),b) und c) entstehende Handlungskompetenz plus die fachliche Ausbildung dient dazu, dem Auszubildenden einen bestmöglichen Start in den Arbeitsmarkt zu verschaffen.
1.2 Wohin soll der Auszubildende geführt werden?
Vor Ausbildungseinheitsbeginn werden die Lernziele festgelegt, welche aus den folgenden Ausbildungszielen abgeleitet werden.
1. Richtlernziel beschreibt, wohin der Bildungsprozess letztendlich führen soll z.B. zu
2. Groblernziel beschreibt, was innerhalb einer Ausbildungseinheit gelernt werden soll, leitet sich aus dem Richtlernziel ab
3. Feinlernziel benennt die Lernfortschritte, die innerhalb einer Unterrichtsphase
Ferner ist darauf zu achten, dass der Auszubildende die gestellten Anforderungen erfüllt bzw. auch erfüllen kann. Die Ansprüche an den Auszubildenden sollten mir als Ausbilder bewusst sein und erkennbare Bildungslücken gezielt geschlossen werden: aktive Lernbereitschaft des Auszubildenden ist abhängig von Interesse, Motivation, - Leistungsbereitschaftund Selbstvertrauen
Ich als Ausbilder sollte bei ihm Interesse wecken und ihn motivieren! ich muss dem Auszubildenden klarmachen , welche Konsequenzen sein Handeln - injeder Situation haben kann Schlüsselqualifikationen fördern - Leistungsbereitschaftdurch Anerkennung und selbstständiges Arbeiten fördern - unddadurch Selbstwertgefühl steigern
1.3 Wann und wie lange soll die Ausbildungseinheit durchgeführt werden?
Die zeitliche Dauer einer Ausbildungseinheit ist abhängig von?
Ausbildungsjahr/ Monat - betrieblicheBedingungen - Arbeitszeiten,saisonale Faktoren - bisherigerArbeitsablauf des Auszubildenden - Lern-und Leistungsbereitschaft - ZeitlicheLernphasengliederung:
vormittags - theoretisches Wissen oder erarbeiten von komplexen Sachverhalten nach der Mittagspause - Wiederholung ,Übung
häufige kurze Pausen dienen der Wiederherstellung der Arbeitskraft des Auszubildenden
5
1.4 Wem soll die Ausbildungseinheit vermittelt werden?
Die Ausbildungseinheit soll dem Auszubildenden vermittelt werden. Dabei sind die Vorkenntnisse, der Ausbildungsstand und das Lernverhalten zu berücksichtigen. Ebenfalls muss ich auf die Motivation, Einstellung und das Lernverhalten des Auszubildenden eingehen.
1.5 Wie soll die Ausbildungseinheit durchgeführt werden?
Mir als Ausbilder stehen mehrere Ausbildungsmethoden zur Verfügung wobei ich entscheiden muss, unter Berücksichtigung der Ausbildungsinhalte und des Leistungsstandes des Auszubildenden, welche situationsgerecht verwendet wird. Diese teilt man in 3 große Bereiche ein und unterscheidet so die didaktischen Lernprinzipien. Didaktik = Lehre vom Unterrichten ( Vom Leichten zum Schweren, Nahen - Fernen)
1. Ausbilderkonzentrierte Unterweisungsformen (Einzelarbeit) Beispiel: 4-Stufen-Methode Beispiel: Praktische Anleitung durch Arbeitsblätter
1. Vorbereitung 1. Übertragen einer Arbeitsaufgabe
2. Vormachen und Erläutern 2. Ausführen der Arbeitsaufgabe
3. Nachmachen und Erläutern 3. Kontrolle des Arbeitsergebnisses
4. Üben und Transferbildung 4. Feedback
2. Auszubildendenkonzentrierte Unterweisungsformen ( Selbstgesteuertes Lernen ) Beispiel: Leittextmethode Beispiel: Projektmethode
1. Informieren 1. Verabredung der Projektaufgabe
2. Planen 2. Planung
3. Entscheiden 3. Durchführung
4. Ausführen 4. Kontrolle und Beurteilung
5. Kontrollieren 5. Dokumentation
6. Bewerten
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Arbeit zitieren:
Marcus Schermann, 2009, Erstellen eines Serienbriefes (Unterweisung Bürokaufmann / -kauffrau), München, GRIN Verlag GmbH
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