Claudine Klöhn Fachdidaktik/Unterweisungsprobe
I. Zuordnung zur Ausbildungsordnung
Laut Verordnung über die Berufsausbildung im Ausbildungsberuf Werbekaufmann/Werbekauffrau vom 28. November 1989 ist das gewählte Thema im Rahmenplan unter § 3 Nr. 6 Buchstabe b) „kaufmännische Abwicklung“ wieder zu finden.
II. Ausgangssituation
II.1 Beschreibung des Ausbildungsbetriebes
Die public e. gmbh ist eine Marketing- und Medienagentur mit Sitz in X.. Sie wurde im März 1995 von Sven Y. und zwei weiteren Geschäftsführern gegründet. Heute beschäftigt sie erfolgreich 9 Mitarbeiter in den Bereichen klassische Werbung und neue Medien und hat derzeit einen Auszubildenden im zweiten Ausbildungslehrjahr im Ausbildungsberuf Werbekaufmann/Werbekauffrau.
Die Kernaufgaben sind Konzeption, Kreation und Realisation von Werbe-und Marketingprojekten im Bereich Printmedien, Internetanwendungen und Content-Management-Systemen. Damit das Ergebnis genau so ist, wie die Kunden es sich wünschen, werden die Projekte mit einem erprobten festen Team von Spezialisten realisiert: Mediengestalter, Programmierer, Webdesigner und Texter... Public e. liefert Interessante Ideen und maßgeschneiderte
Kommunikations-Konzepte. Mit den Kunden gemeinsam werden die einzelnen Kommunikations-Ziele formuliert, die richtige Strategie entwickelt und ungewöhnliche und vor allem individuelle Kommunikations-Maßnahmen kreiert, um diese Ziele zu erreichen.
II.2 Die Abteilung
Als Projektleiterin im Bereich klassische Werbung bin ich für den Kundenkontakt sowie die interne Koordination der Projekte verantwortlich. Mit zwei professionellen Grafikern und einem Auszubildenden betreue ich alle Kundenwünsche aus dem Printbereich. Hierbei muss zum einen darauf geachtet werden, dass vorgegebene Termine eingehalten und zum anderen muss ein angemessenes Preisleistungsverhältnis geschaffen werden. Vom ersten Anruf des Kunden bis hin zur Auslieferung des Werbeträgers fällt alles in meinen Aufgabenbereich.
II.3 Die Situation
Der Kunde Motorola braucht für seine geplante Promotionaktion in diversen MediaMärkten einen Flyer auf dem das neue V3 RAZR präsentiert wird. Hierzu erfragt er zum einen die Kosten für die grafisches Gestaltung und zum anderen die Kosten für die Produktion. Folgende Angaben kann er zu dem gewünschten Produkt machen: Der Flyer soll in mehreren Farben gestaltet werden. Er soll das gängige Endformat DINLang haben und zweimal auffaltbar sein. Alle Seiten sollen bedruckt werden. Das Papier soll
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glänzen und nicht zu weich in der Hand des Kunden liegen. Außerdem benötigt er 500.000 Stück zum 18. Dezember 2005.
II.4 Die Arbeitsaufgabe
Um dem Kunden ein Angebot mit allen wichtigen Details unterbreiten zu können müssen Produktionspreise bei Druckereien eingeholt werden.
III. Sachanalyse, Arbeitszergliederung
Die Fachkraft geht wie folgt vor:
Um dem Kunden alle gewünschten Angaben machen zu können, Bedarf es als erstes einer Anfrage bei verschiedenen Druckereien. Es werden mehrere Anfragen getätigt, um das beste Preis-Leistungsverhältnis herauszufinden. Als eingesessene Agentur haben wir bereits drei Hauptlieferanten, die wir parallel anfragen und deren Preise wir vergleichen.
Die schriftliche Anfrage beinhaltet folgende Angaben: Anfrage Nr. Objekt Format Material Umfang Farbe Verarbeitung Druckvorlage Auflage Liefertermin Das bedeutet im Einzelnen: Anfrage Nr.:
Jede zu erstellende Anfrage erhält eine laufende Nummer. Anhand dieser Nummer kann eine problemlose Kommunikation zwischen Agentur und Druckerei stattfinden. Bei Rückfragen durch die Druckerei zu einer entsprechenden Anfrage der Agentur wird häufig nicht nur von dem Produktnamen sondern auch von der Anfragenummer gesprochen. Objekt:
Hier wird dem Projekt/Produkt ein Name gegeben. Dies dient ebenfalls zur leichteren Zuordnung. Dieser Name taucht ebenfalls auf allen weiteren Schriftstücken zum Projekt auf. Es ist quasi der Titel der Projektmappe. Format:
Das Format bedeutet die Größe. Die Papierformatbezeichnung folgt der DIN A-Reihe. Die einzelnen Papiere tragen neben ihren
Qualitätsbezeichnungen auch Gewichtsangaben zur Papierstärke, die mit Gramm pro Quadratmeter (g/m2) - Flächengewicht - angebeben werden.
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Die Papierstärke lässt Rückschlüsse auf die Güte des Papiers zu. Die Format-Staffelung beginnt mit DIN A0, dem größten Format in den Abmessungen 841 x 1189 mm, und setzt sich in Halbierungsstufen fort über DIN A1 bis hin zu DIN A7, das nur noch 7,4 mal 10,5 cm misst. Darüber hinaus gibt es Sonderfestlegungen, wie z.B. DIN lang (9,9x21cm) oder das Berliner Format.
Material:
Unter diesem Punkt gibt man dem Drucker vor, aus welchem Material das Produkt hergestellt werden soll. Je nach Auftrag kann es Folie, Stoff, Karton, Papier etc. sein. Papiere können unterschiedlich verarbeitet sein.
Für nicht oder schwarz-weiß illustrierte Bücher wird ungestrichenes Papier, und für Kunstdrucke und farbig illustrierte Bücher meist gestrichenes Papier verwendet. Das heißt, die Oberfläche wird auf unterschiedliche Arten beschichtet, um Glanz, Glätte und feinere Bildwiedergabe zu erzielen. Man unterscheidet hochglänzend gestrichene Papiere und matt glänzend gestrichene Papiere. Umfang:
Diese Angabe ist wichtig, wenn es sich um einen Druck von zum Beispiel Geschäftsberichten oder Zeitschriften handelt. Hier würde dann die Seitenanzahl stehen. Farbe:
Gibt an in wieviel Farben das Produkt gedruckt werden soll. Hiervon hängt ab, was für eine Druckmaschine benötigt wird. CMYK ist die Kurzbezeichnung für die im Vierfarbdruck verwendeten Grundfarben Cyan (C), Magenta (M), Gelb (Yellow = Y) und Schwarz (Key Colour = K). Zwischentöne lassen sich durch die Farbmischung dieser Grundfarbenerzeugen.
Es ist beispielsweise nicht Möglich ein helles Grün durch etwas Blau und viel Gelb zu mischen - zumindest nicht direkt. In Form von Rasterpunkten, die sich in ihrer Größe variieren lassen, können die Grundfarben nebeneinander gedruckt werden. Da das Auge die kleinen Punkte nicht einzeln erfassen kann, findet eine Mischung der Farben statt. Je nach Verhältnis der vier Grundfarben zueinander entstehen unterschiedliche Farbeindrücke. Rein theoretisch sind die Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb (CMY) ausreichend, um übereinandergedruckt reines Schwarz zu ergeben.
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Arbeit zitieren:
Claudine Klöhn, 2006, Eine Anfrage an die Druckerei stellen (Unterweisung Werbekaufmann / -frau), München, GRIN Verlag GmbH
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