Vorhergehendes Unterweisungsthema: Der fachgerechte Umgang mit der Feile und 90° Winkel
Aktuelles Unterweisungsthema: Der fachgerechte Umgang mit der Feile
Nächstes Unterweisungsthema: Feilen verschiedener Werkstoffe Lernort: Ferdinand‐Braun‐Schule Raum 61
Ausbildungsberuf: Industriemechaniker
(Fachrichtung Geräte‐ und Feinwerktechnik)
Dauer der Ausbildung: 3 ½ Jahre
Auszubildende: 3
Schulische Vorbildung: Realschulabschluss
Ausbildungsstand: 1. Ausbildungsjahr
Ausbildungsabschnitt: 1. Quartal
Unterweisungsdauer: ca. 20 Minuten
Unterweisungsmethode: 4 Stufen‐Methode (TWI)
Ausbildungsmittel pro Auszubildenden:
Verschiedene Feilen, 1 Schraubstock, 1 Pinsel oder Handfeger, Schutzbacken, 90° Winkel, Übungswerkstücke (St37), Kreuzworträtzel, Werkstückzeichnung, Arbeitsblätter, Unfallverhütungsvorschriften
Die Auszubildenden besitzen eine große Auffassungsgabe und zeigen stets Interesse. Sie verhalten sich gegenüber ihren Kollegen im Betrieb und in der Berufsschule stets freundlich und zuvorkommend, was sich auch positiv in die schulischen und betrieblichen Leistungen wiederspiegelt.
Richtlernziel:
• Berufliche Grundbildung (Grundfertigkeiten‐ und Kenntnisse)
Groblernziel:
• Manuelles Zerspanen
Feinlernziel:
• Die Auszubildenden sollen durch die Unterweisung den Aufbau und das selbstständige Arbeiten mit der Flachstumpffeile erlernen. o Kognitiver Bereich:
Die Auszubildenden lernen die Benennung der Bestandteile der Flachstumpffeile und den professionellen Umgang mit dieser. o Affektiver Bereich:
Die Auszubildenden erlernen die Grundfertigkeiten des Ausbildungsberufes und erkennen die Notwendigkeit des genauen und sauberen Arbeitens.
o Psychomotorischer Bereich:
Die Auszubildenden lernen die richtige Haltung und den Bewegungsablauf beim Feilen kennen.
Der Ausbilder soll dem Auszubildenden fachlich, sachlich und hilfsbereit zur Seite stehen und ihn außerdem auch ermutigen. Dadurch schwinden mögliche Hemmungen.
Nicht nur bei der Unterweisung, sondern entlang der gesamten Ausbildung wird daher auf einen partnerschaftlichen - kooperativen Unterweisungsstil großen Wert gelegt.
Prinzip der Aktivität
Selbstständig erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten, werden sicherer und dauerhafter behalten ‐ als solche ‐ die auf Hinnehmen oder auf Befehl basieren. Deshalb sollte die Förderung größtmöglicher Selbsttätigkeit ein durchgängiges Ziel bei der Unterweisung sein. Durch Nachmachen des gezeigten Feilens und selbstständigen Übungen an verschiedenen Werkstücken wird der Azubi zu aktivem Denken angeregt. Der Lernerfolg wird erhöht.
Prinzip der Anschauung
Durch selbstständiges Umgehen und der Aufforderung an den Azubi, die Arbeitsmittel mit all seinen Sinnen zu „erfassen“, wird seine Aufmerksamkeit erregt und das Gelernte besser im Gedächtnis behalten.
Prinzip der Praxisnähe
Feilen wird in den alltäglichen Arbeitsabläufen nicht selten gebraucht. Durch Verdeutlichen dieser Tatsache wird dem Azubi die praktische Verwendbarkeit des Gelernten gezeigt und sein Interesse geweckt.
Prinzip der sachlichen Richtigkeit
Alles was in der Unterweisung verwendet wird, muss sachlich richtig sein. Außerdem muss der Ausbilder über Fachwissen verfügen, um den Lernstoff wahrheitsgemäß und sicher zu vermitteln. Er muss dem Azubi „ Rede und Antwort stehen“ und seine erbrachten Leistungen überprüfen können.
Prinzip der Jugendgemäßheit
Im Unterschied zu den Erwachsenen muss bei Jugendlichen die unterschiedliche Art zu denken und zu handeln berücksichtigt werden. Sie befinden sich noch im Entwicklungsstadium und dürfen weder körperlich noch geistig überfordert werden.
Prinzip der Erfolgssicherung
Bei einer Unterweisung beabsichtigt man, dass der vermittelte Stoff zum festen ‐ und vor allem zum langfristigen ‐ Wissen des Azubis führt. Das Üben des Feilen und das Feststellen der Leistungen sichern den Unterweisungserfolg und wirken dem Vergessen entgegen.
Personelle Fähigkeiten
Die Förderung der Selbständigkeit und Flexibilität von den Jugendlichen ist ein wichtiges Ziel in der Ausbildung. Dafür werden dem Auszubildenden genügend Freiräume gelassen, mit denen er seine Kreativität und das Denken in Alternativen in Eigenverantwortung entfalten kann. Dies bewirkt eine
hohe Motivation bei den Auszubildenden. Wobei aber auch darauf zu achten ist das die Sorgfalt und das genaue Arbeiten den gleichen Stellenwert in der Abwicklung der Aufgaben hat.
Soziale Fähigkeiten
Während der Unterweisung findet zwischen dem Ausbilder und dem Abzubildenden ein wechselseitiges Frage - Antwort Gespräch statt. Durch Fragen an den Auszubildenden möchte der Ausbilder eine Kommunikation erreichen. Diese wird verbessert in dem sich der Ausbilder ganze Abläufe erklären lässt. Zusätzlich wird bei dem Auszubildenden ein Nachdenken erreicht. Diese methodische Entwicklung der Kommunikationsfähigkeit ermöglicht den Auszubildenden Zusammenhänge besser zu verstehen und diese auch umsetzen zu können.
Kognitive Fähigkeiten
Beim Schrittweisen durchführen des Feilen wird logisches Denken gefordert, da der Auszubildende überlegen muss welchen Schritt er wann und warum anwenden muss. Entscheidungsfähigkeit ist bei der Auswahl der richtigen Feile gefordert. Dem Azubi wird Qualitätsbewusstsein vermittelt, da er auch nach den DIN ‐ (bzw. ISO‐) Richtlinien arbeiten muss.
Die Unterweisung erfolgt nach der 4‐Stufen‐Methode (TWI‐Methode).
Diese Beschreibung des Unterweisungsablaufs
umfasst 10 Seiten und 6 Anlagen.
Gesamtzeit: 18 Minuten Abschlussgespräch:
• Kurze Zusammenfassung der gelernten Inhalte durch den Auszubildenden.
• Lob und Tipps zur Verbesserung des Erlernten vom Ausbilder.
• Die Auszubildenden werden darauf aufmerksam gemacht die erlernten Fertigkeiten und Kenntnisse im Ausbildungsnachweis festzuhalten.
• Arbeitsblätter ausgeben
• Kurzer Ausblick auf das nächste Unterweisungsthema „Das Feilen von verschiedenen Werkstoffen“.
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umfasst 10 Seiten und 6 Anlagen.
Anlage 2 von 6:
UVV (Unfallverhütungsvorschriften) beim Feilen
• Niemals mit einer Feile ohne Feilengriff arbeiten.
Verletzungsgefahr durch den spitz auslaufenden Feilenangel
• Vor Beginn der Arbeit prüfen, ob das Feilenheft richtig befestigt ist. Feilenheft muss unbeschädigt sein.
Verletzungsgefahr durch abrutschen und Schnittverletzung durch beschädigtem Feilenheft
• Die zu feilende Fläche nicht mit der Hand anfassen. Werkstück und Feile müssen öl‐ und fettfrei sein.
Feilen nicht mehr auf der Fläche greifen.
Finger können beim Rück‐Hub zwischen Feilenblatt und Werkstück verklemmen
• Die linke Hand (passive Hand) darf die Feile nicht komplett umschließen.
Anlage 3 von 6:
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Hiebzahl und Hiebnummer:
Feilenarten nach der Form:
Anlage 4 von 6:
Diese Beschreibung des Unterweisungsablaufs
umfasst 10 Seiten und 6 Anlagen.
Feilen:
Feilen sind mehrschneidige, spanende Werkzeuge zum Abtragen von Werkstoffen durch das Bearbeitungsverfahren Feilen.
Feilenrohlinge werden aus legiertem Werkzeugstahl geschmiedet. Die Zähne werden anschließend als durchgehende Linien in das Feilenblatt eingehauen (negativer Spanwinkel - Feile schabt) oder eingefräst (positiver Spanwinkel - Feile schneidet). Die eingehauenen Linien können sich auch kreuzen, damit die Späne leichter gebrochen werden. Die Anordnung in Linien unterscheidet die Feile von der Raspel, bei welcher die Zähne einzeln eingehauen werden. Der vorbereitete Rohling wird anschließend gehärtet und die Angel (der Teil eines Feilen‐Rohlings zur Befestigung des Griffes) durch Erhitzen weichgeglüht oder nicht mit gehärtet, um ihr eine gewisse Elastizität zu verleihen. Die Feile ist ein klassisches Handwerkzeug, sie wird aber auch maschinell eingesetzt. Man unterscheidet das Werkzeug nach der Form, dem Hieb und den Einsatzgebieten. Feilen werden im Maschinenbau, Werkzeugbau, Form‐ und Modellbau, zum Schärfen und zum Entgraten eingesetzt. Kleine Handfeilen von nicht mehr als 15-20 cm Länge werden als Schlüsselfeilen bezeichnet.
Anlage 5 von 6:
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Feilenarten:
Einhieb Feile:
Anlage 6 von 6
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umfasst 10 Seiten und 6 Anlagen.
Arbeit zitieren:
Sebastian Diel, 2008, Der fachgerechte Umgang mit einer Feile (Unterweisung Industriemechaniker / -in, Fachrichtung Geräte‐ und Feinwerktechnik), München, GRIN Verlag GmbH
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Der fachgerechte Umgang mit der Feile (Unterweisung Industriemechanike...
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Sebastian Diel hat den Text Der fachgerechte Umgang mit einer Feile (Unterweisung Industriemechaniker / -in, Fachrichtung Geräte‐ und Feinwerktechnik) veröffentlicht
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