Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2007
16 Seiten, Note: 2,5
1. Beschreibung des Auszubildenden
Personaldaten
1.1 Lern- und Leistungsfähigkeit
1.2 Sozialverhalten
1.3 Motivation
1.4 Vorbereitung im Hinblick auf das Thema
2. Beschreibung der Ausgangslage, der Lernsituation, didaktische Planung der Ausbildungseinheit, sowie Festlegung der Lernziele
2.1 Didaktische Planung der Ausgangslage
2.2 Lernziele
- Richtlernziele
- Groblernziele
- Feinlernziele
2.3 Qualifikationsziele
- Kognitive Lernziele
- Affektive Lernziele
- Psychomotorische Lernziele
2.4 Arbeitszergliederung
3. Begründung der Methodenauswahl und Beschreibung der Ausbildungseinheit
3.1 Begründung der Methodenauswahl
3.2 Beschreibung des Ablaufs
4. Begründete Zuordnung der benötigten Ausbildungsmittel
Ziel dieser Unterweisung ist es, dem Auszubildenden die fachgerechte Instandsetzung einer Scheibenbremse an der Vorderachse eines Kraftfahrzeugs zu vermitteln und seine erworbenen theoretischen Kenntnisse in der Praxis zu festigen. Die Arbeit dient der Überprüfung, ob der Auszubildende Arbeitsabläufe korrekt planen, umsetzen und die Qualität seiner Ergebnisse selbstständig bewerten kann.
Erarbeitungsphase
Vor Beginn der praktischen Arbeit weise ich den Auszubildenden Herrn X. noch einmal auf die Unfallverhütungsvorschriften und die Umweltschutzbestimmungen hin und lasse mir in aller Ruhe seine einzelnen Arbeitsschritte, sowie das dazu benötigte Werkzeug erklären. Anfallende Fehler werden durch mich sofort abgestellt. Während der gesamten Ausführung stehe ich dem Auszubildenden Herrn X. bei Fragen und Problemen im vollen Umfang zur Seite.
Herr X. setzt als erstes die Hebearme der Hebebühne unter das Fahrzeug an den fahrzeugspezifischen Stellen an und hebt es auf die entsprechenden Arbeitshöhe hoch. Auf die Frage, warum er das Fahrzeug so hochhebt antwortet er ohne darüber nachzudenken. Seine Antwort ist: „Bei falschem Anbringen der Hebearme könnte ein Karosserieschaden entstehen und im schlimmsten Falle herunter rutschen.“ Beim Erklären seiner durchgeführten Arbeit geht er mit mir um das Fahrzeug herum und zeigt mir dabei die Aufnahmepunkte des Fahrzeuges. Zu dieser Erklärung kann ich nichts hinzufügen und spreche ihm ein Lob aus.
Nun nimmt er den Schlagschrauber mit der passenden Nuss und löst damit die Radbolzen der Räder, die er dann anschließend so an die Seite legt, dass sie ihn und andere nicht behindern können. Nun hat er einen freien Blick auf die Bremse, um eine erste Sichtprüfung vorzunehmen. Auf die Frage, worauf er zu achten hat, wenn er sich zuerst einmal die Bremsbeläge anschaut, antwortet er: „Ich muss auf die stärke der Bremsbeläge achten und je dünner sie sind, desto schlechter wäre das.“.
Bei der Frage was er noch zu beachten hätte schaut er mich fragend an und zuckt ratlos mit den Schultern. Ich begebe mich nun zu der Bremse und drehe das Federbein ein wenig ein, damit auch er etwas erkennen kann. Ich erkläre Herrn X. worauf er noch unbedingt achten muss. Zu nennen sind da z.B. gebrochene Belege und einseitig verschlissene und verglaste Bremsbeläge. Herr X. ist während meiner Erläuterung sowohl konzentriert als auch interessiert.
1. Beschreibung des Auszubildenden: Dieses Kapitel liefert eine Einschätzung zu Personaldaten, Lern- und Leistungsfähigkeit, Sozialverhalten und Motivation des Auszubildenden.
2. Beschreibung der Ausgangslage, der Lernsituation, didaktische Planung der Ausbildungseinheit, sowie Festlegung der Lernziele: Es erfolgt die didaktische Einordnung der Unterweisung sowie die Definition der kognitiven, affektiven und psychomotorischen Lernziele inklusive einer Arbeitszergliederung.
3. Begründung der Methodenauswahl und Beschreibung der Ausbildungseinheit: Hier wird die Wahl der erarbeitenden Methode begründet und der Ablauf der Vorbereitungs- sowie Erarbeitungsphase detailliert geschildert.
4. Begründete Zuordnung der benötigten Ausbildungsmittel: Dieses Kapitel stellt eine tabellarische Übersicht der benötigten Werkzeuge und Materialien mit der jeweiligen fachlichen Begründung für deren Einsatz dar.
Kraftfahrzeugmechatroniker, Unterweisung, Scheibenbremse, Bremsbeläge, Arbeitszergliederung, Ausbildungsrahmenplan, Unfallverhütung, Umweltschutz, Instandsetzung, Bremssysteme, Didaktik, Lernziele, Werkstattpraxis, Drehmomentschlüssel, Bremsflüssigkeit
Die Arbeit beschreibt die Ausarbeitung und Durchführung einer praktischen Unterweisung für einen Auszubildenden zum Kraftfahrzeugmechatroniker im zweiten Lehrjahr.
Das Hauptthema ist das fachgerechte Prüfen und Instandsetzen der Vorderrad-Scheibenbremse eines Kundenfahrzeugs unter Berücksichtigung von Sicherheits- und Umweltschutzvorgaben.
Das Ziel ist die Vermittlung und Festigung praktischer Fertigkeiten bei der Bremsscheiben- und Belagserneuerung, um den Auszubildenden zur selbstständigen Durchführung dieser sicherheitsrelevanten Arbeit zu befähigen.
Der Ausbilder entscheidet sich für die erarbeitende Methode, da diese den Auszubildenden durch aktives Einbringen seines Vorwissens stärker fordert als eine reine Vier-Stufen-Methode.
Behandelt werden die Schritte vom Anheben des Fahrzeugs über die Demontage der Bremsen, die Beurteilung des Verschleißzustandes, die Reinigung und Montage neuer Bauteile bis hin zur finalen Qualitätskontrolle.
Zentrale Begriffe sind unter anderem Kraftfahrzeugmechatroniker, Scheibenbremse, Arbeitssicherheit, Bremssysteme, Ausbildungsplanung und handlungsorientierte Unterweisung.
Da sicherheitsrelevante Bauteile (Bremsbeläge und -scheiben) erneuert wurden, muss die einwandfreie Funktion im realen Fahrbetrieb durch den Meister überprüft werden, bevor das Fahrzeug an den Kunden übergeben wird.
Der Ausbilder nutzt die Situation als Lernchance, erklärt den Toleranzbereich der Bremsscheibe und fordert den Auszubildenden auf, durch erneutes Messen selbstständig zur richtigen Entscheidung bezüglich des Austauschs zu gelangen.
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