Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2009
22 Seiten
1. Lernzielbeschreibung
1.1 Thema der Unterweisung
1.2 Lernzielkontrolle
2. Didaktische Überlegungen zur Unterweisungsplanung
2.1 Richtlernziel
2.2 Groblernziel
2.3 Feinlernziel
3. Einordnung in den Ausbildungsrahmenplan
4. Adressatenanalyse/Ausgangssituation
4.1 Ausbildungsbetrieb
4.2 Auszubildende
4.3 Ist-Zustand
4.4 Soll-Zustand
4.5 Ausbilder
5. Rahmenbedingungen
5.1 Lernort
5.2 Hilfsmittel
5.3 Unterweisungsdauer
5.4 Zeitpunkt der Unterweisung
5.5 Sicherungshinweise
6. Methodische Überlegung zur Durchführung der Unterweisung
6.1 Unterweisungsmethode
6.2 Durchführung der Unterweisung
6.2.1 Vorbereitung/Motivieren
6.2.2 Vormachen und erklären
6.2.3 Nachmachen und erklären lassen
6.2.4 Üben und festigen
7. Ausblick
Das Hauptziel dieser Unterweisung ist es, Auszubildende im Hotelbereich dazu zu befähigen, Gäste beim Check-in kompetent zu begrüßen und sie rechtssicher sowie serviceorientiert beim Ausfüllen des Meldescheins zu unterstützen.
6.2.4 Üben und festigen
Nachdem die Auszubildenden die Aufgabe erfolgreich zum ersten Mal bewältigt haben, sollen Sie diese Thematik anhand einer konkreten Situation festigen. Eine realitätsnahe Umsetzung erfolgt, indem die Auszubildenden die Rollen des Gastes und des Rezeptionisten selbst verkörpern und das Ausfüllen des Meldescheins komplett durchspielen. Dabei spielen die Auszubildenden eine vorgegebene Rolle, welche auf einer Rollenspielkarte hinterlegt ist. Sie vertreten den Standpunkt der Person und agieren, d.h. sie sprechen und handeln genauso wie diese, es geht nicht mehr nur um mögliches Verhalten, sondern um das Treffen konkreter Entscheidungen und deren Umsetzung. Dadurch wird eine Identifizierung mit dem Verhalten der Rolle möglich, alle Fähigkeiten (affektiv/kognitiv/psychomotorisch) werden gleichermaßen angesprochen.
Stufen des Rollenspiels:
1. Durch Beschreiben der Situation und Zuteilung der Rollen anhand von Rollenspielkarten wird die Situation des Spieles und die der Spieler erklärt.
2. Den Auszubildenden wird kurz Zeit gegeben um sich auf die Rolle vorzubereiten.
3. Die Auszubildenden spielen die Situation eigenständig vor.
4. Der Ausbilder bespricht mit den Auszubildenden das Rollenspiel und gibt Rückmeldung über die erbrachten Leistungen.
Nach Ende der Übung, ist es wichtig, die Übung zu besprechen um begangene Fehler aufzuweisen und zu erklären. Genauso wichtig ist es die Auszubildenden für ihre Leistungen zu loben, da durch eine Bekräftigung des Lobs das erwünschte Verhalten vom Auszubildenden häufiger gezeigt wird.
Ein Merkblatt, welches die wesentlichen Punkte der Thematik beinhaltet wird den Auszubildenden ausgehändigt, um es mit einem kurzen Bericht in das Berichtsheft einzuheften.
Lernzielbeschreibung: Definiert das Thema der Unterweisung basierend auf dem Hessischen Meldegesetz und legt die Kriterien für eine erfolgreiche Lernzielkontrolle fest.
Didaktische Überlegungen zur Unterweisungsplanung: Leitet die Richt-, Grob- und Feinlernziele aus den Vorgaben des Ausbildungsberufs ab und betrachtet die Aspekte der kognitiven, affektiven und psychomotorischen Entwicklung.
Einordnung in den Ausbildungsrahmenplan: Verknüpft die Unterweisung mit den offiziellen Vorgaben des Ausbildungsberufsbildes Hotelfachmann/Hotelfachfrau für das zweite Ausbildungsjahr.
Adressatenanalyse/Ausgangssituation: Beschreibt den Ausbildungsbetrieb sowie die individuellen Lernvoraussetzungen und Potenziale der teilnehmenden Auszubildenden.
Rahmenbedingungen: Legt die organisatorischen Eckpunkte fest, darunter Lernort, benötigte Hilfsmittel, Zeitdauer und den gewählten Zeitpunkt für die Unterweisung.
Methodische Überlegung zur Durchführung der Unterweisung: Begründet den Einsatz eines Methoden-Mix aus 4-Stufen-Methode, Lehrgespräch und Rollenspiel zur Förderung der Lerninhalte.
Ausblick: Reflektiert den Lernerfolg und stellt sicher, dass die Auszubildenden die Bedeutung der Thematik für ihre tägliche Arbeit an der Rezeption verstanden haben.
Hotelfachfrau, Hotelfachmann, AEVO, Meldeschein, Hessisches Meldegesetz, Unterweisungsentwurf, Check-in, Gästebegrüßung, 4-Stufen-Methode, Lehrgespräch, Rollenspiel, Ausbildungsrahmenplan, Rezeption, Auszubildende, operative Hotelabläufe.
Die Arbeit stellt einen detaillierten Unterweisungsentwurf für die Ausbildung zur Hotelfachfrau bzw. zum Hotelfachmann dar, der sich mit dem korrekten Ausfüllen des Meldescheins beim Gästebesuch befasst.
Im Fokus stehen das Hessische Meldegesetz, die professionelle Gästebegrüßung, die praktische Datenaufnahme am Check-in sowie die methodische Planung einer Unterweisung gemäß AEVO.
Ziel ist es, dass die Auszubildenden nach der Unterweisung in der Lage sind, Gäste selbstständig beim Check-in zu empfangen und den Meldeschein rechtssicher auszufüllen.
Es wird ein Methoden-Mix angewendet, der die klassische 4-Stufen-Methode mit Elementen des Lehrgesprächs zur Aktivierung und Rollenspielen zur Realitätssimulation kombiniert.
Der Hauptteil analysiert die Adressaten, plant die Rahmenbedingungen, definiert die didaktische Einordnung und strukturiert den methodischen Ablauf der Unterweisung in einzelne Phasen.
Die zentralen Schlagworte sind Meldeschein, Hotel-Check-in, AEVO, Ausbildungsplanung, Gästeberatung und pädagogische Methodenkompetenz.
Rollenspiele ermöglichen es den Auszubildenden, direkt in die Rolle des Rezeptionisten oder Gastes zu schlüpfen, um Sicherheit in der Kommunikation zu gewinnen und Hemmungen in realitätsnahen Situationen abzubauen.
Die Auszubildenden müssen insbesondere die Anforderungen des Hessischen Meldegesetzes (insb. § 26 und § 27) verstehen, da hier die gesetzliche Verpflichtung zur handschriftlichen Unterzeichnung und Erfassung von Gästedaten geregelt ist.
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