Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2009
4 Seiten
AdA Handwerk / Produktion / Gewerbe - Mechanische Berufe, Metall und Kunststoff
1. Stufe: Vorbereitung des Auszubildenden
2. Stufe: Vormachen und Erklären
3. Stufe: Nachmachen und erklären lassen
4. Stufe: Üben und Festigen
Ziel dieser Arbeitsunterweisung ist die Vermittlung der fachgerechten Anfertigung einer Profilschablone sowie deren präzise Übertragung auf ein Werkstück im Rahmen der Ausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer. Der Fokus liegt dabei auf der praktischen Anwendung der Vier-Stufen-Methode, um dem Auszubildenden Sicherheit in der Anrisstechnik und ein Verständnis für die Materialanforderungen zu vermitteln.
2. Stufe: Vormachen und Erklären
1. Profilskizze kurz erklären.
2. Schablonenmaterial zur Hand nehmen.
3. Ein entsprechend großes Teilstück grob herausschneiden.
4. Aufzeichnen der Maße auf der Schablone.
5. Ausschneiden der Schablone (Hinweis: Auf sauberen Schnitt achten!).
6. Kennzeichnen der Stoßflächen auf der Profilschablone mit Schrägstrichen. (Hinweis: Zur Übersichtlichkeit beim Antragen der Schablone am Werkstein; damit deutlich wird welche Flächen später nach dem Einbau sichtbar sind und welche nicht; Fehler (z.B.: Einschlüsse) am Naturstein können somit in den Bereich der nicht sichtbaren Flächen „gedreht“ werden)
7. Werkstücknummer und Schablonentyp mit Seitenangabe, Sichtkanten und Fugenkanten auf der Schablone eintragen.
8. Anlegen der Profilschablone am Werkstein (Hinweis: Auf „gute“ Sichtflächen achten!).
9. Anzeichnen des Profiles mit Bleistift auf beiden Seiten (Hinweis: Deutlich und sauber anzeichnen!).
10. Verbinden der beiden Kopfflächen.
11. Zum Abschluss, den Auszubildende fragen, ob er alles nachvollziehen kann und verstanden hat.
1. Stufe: Vorbereitung des Auszubildenden: In dieser Phase werden Hemmungen abgebaut, das Interesse am Thema geweckt und die notwendigen Ausbildungsmittel sowie UVV-Maßnahmen geprüft.
2. Stufe: Vormachen und Erklären: Hier demonstriert der Ausbilder den gesamten Prozess der Schablonenerstellung und des Übertragens auf den Stein, wobei auf wichtige Details wie Sichtkanten und saubere Anrisstechnik hingewiesen wird.
3. Stufe: Nachmachen und erklären lassen: Der Auszubildende führt die Arbeitsschritte selbstständig durch, begründet sein Vorgehen und erhält unmittelbar Feedback sowie Hilfestellung bei aufkommenden Fehlern.
4. Stufe: Üben und Festigen: Durch weiterführende, eigenständige Aufgaben wird die Fertigkeit vertieft, wobei der Ausbilder den Lernprozess kontinuierlich kontrolliert und durch konstruktives Feedback die notwendige Handlungssicherheit fördert.
Steinmetz, Steinbildhauer, Arbeitsunterweisung, Vier-Stufen-Methode, Profilschablone, Anrisstechnik, Werkstein, Schablonenherstellung, Profilübertragung, Handwerk, Ausbildung, Sichtkanten, Werkstückbearbeitung, Maßgenauigkeit
Die Unterweisung dient der Einweisung eines Auszubildenden im ersten Lehrjahr in das Herstellen von Profilschablonen und deren korrekte Anwendung am Werkstück.
Die zentralen Felder sind die Materialkunde zur Schablonenerstellung, die präzise Anrisstechnik und die fachgerechte Übertragung von Profilen auf Naturstein.
Ziel ist es, dass der Auszubildende das selbstständige Erstellen einer Profilschablone nach Skizze und das fehlerfreie Übertragen der Profilformen auf den Werkstein beherrscht.
Es wird die klassische Vier-Stufen-Methode angewandt, die aus den Phasen Vorbereiten, Vormachen, Nachmachen und Üben/Festigen besteht.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der praktischen Umsetzung, angefangen bei der Wahl des Schablonenmaterials über das Ausschneiden bis hin zum Anreißen am Werkstück unter Berücksichtigung von Sicht- und Stoßkanten.
Typische Begriffe sind Steinmetz, Profilschablone, Anrisstechnik, Vier-Stufen-Methode und fachgerechte Werksteinbearbeitung.
Sie dient der Übersichtlichkeit beim Antragen, um sicherzustellen, dass sichtbare Flächen nach dem Einbau nicht durch Materialfehler am Stein beeinträchtigt werden.
Er soll ein Bewusstsein für die Notwendigkeit präzisen Arbeitens entwickeln und die Wichtigkeit der Anrisstechnik als Grundlage für den späteren Einbau verinnerlichen.
Der Ausbilder kontrolliert die Arbeiten des Auszubildenden, gibt Feedback bei Defiziten und fördert ihn, bis die Aufgaben sicher und mit der erforderlichen Geschwindigkeit beherrscht werden.
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