Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2008
15 Seiten, Note: 2
1 Themenwahlbegründung
2 Sachanalyse
2.1 Sachstruktur
2.2 Arbeitszergliederung
3 Didaktische Analyse
3.1 Themenauswahl
3.2 Analyse der Lern- und Lehrbedingungen
3.3 Entscheidungsanalyse
4 Lernzielfestlegung
4.1 Richtlernziel
4.2 Groblernziel
4.3 Operationalisiertes Feinlernziel als Unterweisungsziel
4.4 Teillernziele
5 Methodische Festlegungen
5.1 Unterweisungskonzept
5.2 Stufung
5.3 Sozialformen
5.4 Aktionsformen
5.5 Besondere Schwierigkeiten und Motivation
5.6 Lernzielkontrolle
6 Medienwahl
7 Anlagen
Ziel dieser Arbeit ist die Vermittlung der fachgerechten Beutel-Masken-Beatmung bei Säuglingen, um Rettungsdienstpersonal zur sicheren Anwendung in Notfallsituationen zu befähigen.
2.2 Arbeitszergliederung
1 Vorbereitung
Die Einmalhandschuhe werden angezogen und das benötigte Material (Beatmungsbeutel mit Reservoir und passender Maske, Sauerstoffeinheit, Absaugeinheit, Magillzange, Guedeltubus) bereitgestellt.
2 Indikationsstellung
Durch Setzen eines Schmerzreizes wird die tiefe Bewußtlosigkeit festgestellt. Danach erfolgt die Kontrolle der Atemwege, ggf. werden diese freigemacht. Durch Sehen (Thoraxbewegungen), Hören (Atemgeräusch) und Fühlen (Ausatemluft) wird die Atmung kontrolliert. Ferner wird überprüft, ob ein Pulsschlag vorhanden ist. Dies erfolgt bei Neugeborenen und Säuglingen am besten an der Innenseite des linken Oberarmes (A. brachialis).
3 Atemwege freihalten
Um zu vermeiden, dass sich die Zunge zurückschiebt wird ein Guedeltubus eingeführt. Der passende Guedeltubus wird mit dem zum Gaumen gerichteten Ende, also in falscher Richtung, in die Mundhöhle eingeführt. Der Guedeltubus wird unter weiterem Einschieben um 180° gedreht und über die Zunge geschoben, bis das Schild vor den Lippen liegt.
4 Beutel-Masken-Beatmung vorbereiten
Das Baby wird in Rückenlage gelegt und der Kopf in Neutralstellung (Schnüffelstellung) gebracht. Dabei wird das Kinn vorsichtig angehoben (CAVE: Kopf nicht überstrecken → Obstruktion der Atemwege!). Der Beatmungsbeutel „Baby“ wird für die Beatmung mit Reservoir und passender (runder) Beamtungsmaske vorbereitet und mit der Sauerstoffeinheit verbunden. An der Sauerstoffeinheit ist ein Flow von 15l/min einzustellen.
1 Themenwahlbegründung: Erläutert die medizinische Notwendigkeit der Beutel-Masken-Beatmung bei Säuglingen als kritische Rettungsmaßnahme.
2 Sachanalyse: Analysiert die anatomischen Besonderheiten und die notwendige Arbeitsabfolge bei der Beatmung eines Säuglings.
3 Didaktische Analyse: Beschreibt die Lernbedingungen und die pädagogische Herleitung des Unterweisungsthemas für das Ausbildungspersonal.
4 Lernzielfestlegung: Definiert die angestrebten kognitiven, psychomotorischen und affektiven Lernziele für den Auszubildenden.
5 Methodische Festlegungen: Beschreibt den methodischen Aufbau der Unterweisung anhand der Vier-Stufen-Methode sowie die Motivation und Lernzielkontrolle.
6 Medienwahl: Listet die eingesetzten personellen und visuellen Medien auf.
7 Anlagen: Bietet ergänzende tabellarische Normwerte zur physiologischen Beurteilung von Säuglingen.
Beutel-Masken-Beatmung, Säugling, Rettungsdienst, Atemstillstand, Notfallmedizin, Unterweisung, Atemwege, Guedeltubus, Neutralstellung, Beatmungstechnik, respiratorische Insuffizienz, Ausbildungsentwurf, Aspiration, Rettungsassistent, Pädiatrie
Die Arbeit behandelt die strukturierte praktische Unterweisung von Rettungsdienstpersonal in der Durchführung der Beutel-Masken-Beatmung bei Säuglingen.
Im Zentrum stehen die korrekte Beatmungstechnik, die anatomische Lagerung, der sichere Einsatz von Hilfsmitteln sowie die methodische Vermittlung dieser Fertigkeiten.
Das Ziel ist, dass der Auszubildende nach der Unterweisung in der Lage ist, eine fachgerechte und suffiziente Beutel-Masken-Beatmung an einem Säugling selbstständig durchzuführen.
Die praktische Vermittlung erfolgt strukturiert nach der Vier-Stufen-Methode: Vorbereiten, Vormachen, Nachmachen und Üben.
Der Hauptteil gliedert sich in die Sachanalyse des Themas, die didaktische Begründung, die Lernzieldefinition sowie die methodische Ausgestaltung der Unterweisung inklusive Teilschrittkontrollen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Beutel-Masken-Beatmung, Säuglingsnotfall, Rettungsdienst und die Vier-Stufen-Methode.
Eine Überstreckung würde aufgrund der kindlichen Anatomie zu einer Obstruktion, also einer Verlegung der Atemwege, führen.
Der Tubus muss in falscher Richtung eingeführt und dann um 180 Grad gedreht werden, um die Zunge korrekt zu positionieren und ein Zurückschieben zu verhindern.
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