Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2003
15 Seiten, Note: 1.0
AdA Handwerk / Produktion / Gewerbe - Lebensmittelverarbeitung
1. Thema
2. Lernziele
2.1. Kognitives Lernziel
2.2. Affektives Lernziel
2.3. Operationalisierung
3. der/die Auszubildende
4. Arbeitsmittel
5. Motivation
6. Ausbildung / Lehrgespräch
6.1. Einfürung
6.1.1. Begrüßung
6.1.2. Darlegen des Lernzieles
6.1.3. Reflektion über das vergangene Ausbildungseinheit
6.2. Hauptteil
6.2.1. Vorbereitung
6.2.2. Lehrgespräch
6.2.3. Durchführung
6.2.4. Feedback des Ausbilders
6.3. Schluss
6.3.1. Feedback des Auszubildenden
6.3.2. Vorschau über die nächste Ausbildungeinheit
6.3.3. Verabschiedung
7. Zeitplan
8. Anlagen
Das Hauptziel dieser praktischen Unterweisung ist es, Auszubildenden im Beruf Küfer/Winzer die methodische Kompetenz zu vermitteln, chemische Reaktionsgleichungen selbstständig aufzustellen und auszugleichen. Damit soll ein tieferes Verständnis für oenologische Prozesse gefördert und die Gefahr von Fehlbehandlungen bei der Weinbereitung durch fehlerhafte Berechnungen minimiert werden.
6.2.2 Lehrgespräch
Die theoretischen Inhalte werden zunächst gemeinsam mit dem Auszubildenden vorbereitet. Hier wird dann die Bedeutung chemischer Reaktionen in der Weinbereitung deutlich gemacht. Gemeinsam wird dann besprochen, welche Schritte zum Aufstellen und Ausgleichen einer chemischen Reaktionsgleichung nötig sind und wie deren logische und optimale Anordnung und Reihenfolge sind.
Während der Unterweisung: Nachdem die Grundlagen aufgefrischt und fehlende Voraussetzungen erarbeitet wurden, wird als erster Schritt das bestimmen von Oxidationszahlen durchgeführt. Das vorgehen hierzu ist dem Auszubildenden aus vorhergehenden Unterichtseinheiten bekannt. Ist dies verstanden wird auf den Redox-Reaktionssachverhalt hingewiesen, das bedeutet, dass jede chemische Reaktion immer eine Oxidationsreaktion und eine Reduktionsreaktion beinhaltet. Nach dem Aufstellen dieser Teilgleichungen erfolgt der erste Ausgleichschritt, der Elektronenausgleich. Ist dieser abgeschlossen kann der Ladungsausgleich abhängig vom vorliegendem Medium und den damit verbundenen Reaktionsbedingungen erfolgen. Ist dieser ebenfalls abgeschlossen wird als letzter Schritt der Elementausgleich durchgeführt.
Um dem Auszubildenen den Bezug zu seinem angestrebten Beruf herzustellen wird auf Praxis-Sachverhalt hingewiesen, bei denen feste stöchiometrische Verhältnisse eine Kalkulierung möglich machen. Möglichkeiten hier sind der Hinweis auf die Weinentsäuerung und auf nasschemische Weinuntersuchungsmethoden. Gleichzeitig kann anhand der genannten Beispiele auch die Notwendigkeit eines sorgfälltigen Vorgehens gezeigt werden. Eine Fehlkalkulierung Beispielweise bei der Weinentsäuerung kann hier fatale Folgen haben, die bis zu einer Unverkäuflichkeit des Weines führen können.
1. Thema: Erläutert die Notwendigkeit chemischer Kenntnisse für Winzer und Küfer, um fachliche Prozesse besser zu verstehen.
2. Lernziele: Definiert die kognitiven und affektiven Kompetenzen, die der Auszubildende nach der Unterweisung besitzen soll.
3. der/die Auszubildende: Beschreibt das schulische Vorwissen und die Zielgruppe der Ausbildung im dualen System.
4. Arbeitsmittel: Listet die notwendigen Materialien wie Periodensystem und Arbeitsblätter für die Unterweisung auf.
5. Motivation: Beschreibt den Ansatz, theoretisches Wissen durch Praxisbeispiele wie die Entkalkung von Kaffeemaschinen greifbar zu machen.
6. Ausbildung / Lehrgespräch: Detaillierter Ablauf der Unterweisung, unterteilt in Einführung, Hauptteil und Schluss unter Anwendung der 4-Stufen-Methode.
7. Zeitplan: Präsentiert eine genaue zeitliche Aufteilung der einzelnen Unterweisungsschritte über insgesamt 15 Minuten.
8. Anlagen: Enthält ergänzende Materialien wie das Periodensystem, konkrete Rechenbeispiele und Arbeitsblätter für den Auszubildenden.
Chemie, Reaktionsgleichungen, Weinbereitung, Küfer, Winzer, Redox-Reaktion, Oxidationszahlen, Lehrgespräch, 4-Stufen-Methode, Weinentsäuerung, stöchiometrische Verhältnisse, Auszubildende, Lernziel, Elementausgleich, Praxisverwertbarkeit
Die Arbeit stellt einen Entwurf für eine praktische Unterweisung im Rahmen der Ausbildereignungsprüfung (ADA) für den Beruf Küfer/Winzer dar.
Im Mittelpunkt stehen das korrekte Aufstellen und Ausgleichen chemischer Reaktionsgleichungen sowie deren praktische Anwendung im oenologischen Bereich.
Das Ziel ist die Vermittlung der Fähigkeit, Reaktionsgleichungen selbstständig und sicher auszugleichen, um fachliche Prozesse in der Weinbereitung präziser zu steuern.
Es wird die 4-Stufen-Methode der Ausbildung kombiniert mit einem aktiven Lehrgespräch eingesetzt, um kognitive Lernziele effektiv zu vermitteln.
Der Hauptteil gliedert sich in Vorbereitung, Lehrgespräch, praktische Durchführung durch den Auszubildenden und das abschließende Feedback durch den Ausbilder.
Chemie, Reaktionsgleichungen, Weinbereitung, Redox-Reaktion, Ausbildereignung und Praxisanwendung sind die prägenden Begriffe.
Da viele nasschemische Weinuntersuchungen oder Behandlungen, wie die Weinentsäuerung, auf exakten stöchiometrischen Verhältnissen basieren, können Rechenfehler die Weinqualität gefährden.
Feedback dient sowohl der Kontrolle des Lernerfolgs durch den Ausbilder als auch der Selbstreflexion des Auszubildenden, um den Lernprozess kontinuierlich zu verbessern.
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