Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2017
14 Seiten, Note: 2
AdA Handwerk / Produktion / Gewerbe - Mechanische Berufe, Metall und Kunststoff
1. Vorbereitung
2. Vorführung und erklären
3. Nachmachen und wiederholen
4. Selbstständiges Üben
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die strukturierte Vermittlung der Fertigkeit „Messen mit dem analogen Messschieber“ an einen Auszubildenden im ersten Lehrjahr, um eine sichere und praxisnahe Anwendung bei der Werkstückbearbeitung zu gewährleisten.
2. Vorführung und erklären
Prüfung des Materials auf Grat: Optische Prüfung danach vorsichtig mit der Fingerspitze (Handschuh davor an) drüber fahren. Um bei der Bearbeitung, Schnittverletzungen zu vermeiden.
Prüfen des benötigten Werkzeugs: Optische Kontrolle auf defekt und Schmutz/Öl (z.b. abgebrochene Spitzen). Vermeidung von Verletzungen und Messfehlern durch Schmutz oder Grat am Messschieber.
Zeichnung prüfen: Auf Zeichnung die Maße raus suchen die benötigt werden. Damit Fehler bei der folgenden Bearbeitung durch Messfehler vermieden werden können.
Werkstück Außenmaße messen (Mit den Messschenkeln Abb. 1.12 Pos.9+11): Bei der Außenmessung sollten die Messschnäbel so weit als möglich über das zu messende Werkstück geführt werden. Beim Messen von Außenmaßen ist darauf zu achten, dass die Messschenkel voll am Werkstück anliegen, um einen Messfehler durch Verkanten des Messschiebers (Parallaxe) zu verhindern. (Siehe auch Abb). Der Messschieber wird am häufigsten für die Außenmessung verwendet. Bei der Messung von Außenmassen besteht die Gefahr von Messfehlern durch das Abkippen des Messschenkels.
Bohrungsdurchmesser messen (Innenmessung mit Messspitzen Abb.1.12 Pos.1): Die vorderen schmäleren Messschnäbel dienen zum Messen von Einstichen oder Nuten. Hiermit können, gemäß DIN 863, Durchmesser von drei Millimeter aufwärts gemessen werden. Kleinere Bohrungen können nur mit schärfer geschliffenen Schneiden gemessen werden, was die Messunsicherheit und den Verschleiß vergrößern würde.
Bohrungspositionen messen: Es wird einmal der Abstand der zueinander liegenden Kanten der Bohrung und des Werkstücks gemessen, danach wird der Radius des Bohrungsdurchmessers dazu gerechnet. Somit kann das Maß der Bohrungsmitte gemessen werden.
Bohrtiefe messen: Beim Messschieber wird Tiefenmessstange durch eine Nut auf der Rückseite der Schiene geführt. Die Messfächen werden von dem Ende der Schiene und der Tiefenmessstange gebildet. Da bei der Tiefenmessung die Massverkörperung (Schiene) und der Prüfgegenstand fluchtend angeordnet sind, besteht keine Gefahr des Kippens.
1. Vorbereitung: Dieses Kapitel begründet die Wahl des Themas und der Unterweisungsmethode, legt die Lernziele fest und definiert die Rahmenbedingungen sowie die erforderlichen Werkzeuge.
2. Vorführung und erklären: Hier werden die einzelnen Lernschritte detailliert aufgeführt, wobei das Vorgehen (Wie) und die fachliche Begründung (Warum) für eine korrekte Messpraxis gegenübergestellt werden.
3. Nachmachen und wiederholen: Dieses Kapitel beschreibt den aktiven Prozess, in dem der Auszubildende die Handgriffe unter Anleitung übt, Fehler korrigiert werden und durch Hinterfragen ein tieferes Verständnis gefördert wird.
4. Selbstständiges Üben: Hier wird der Abschluss der Unterweisung dargestellt, in dem der Auszubildende das Gelernte eigenständig anwendet, eine Erfolgskontrolle erfolgt und ein Ausblick auf weitere Themen gegeben wird.
Messschieber, Vier-Stufen-Methode, Zerspanungsmechaniker, Werkstückbearbeitung, Messgenauigkeit, Arbeitssicherheit, Ausbildung, Lernziel, Innenmessung, Außenmessung, Tiefenmessung, Praxis, Unterweisung, Werkzeugprüfung, Handlungsablauf
Die Arbeit dient als Unterweisungsentwurf für die Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker und vermittelt die korrekte Handhabung des analogen Messschiebers.
Das Spektrum reicht von der theoretischen Vorbereitung über die Vermittlung von Sicherheitsaspekten bis hin zur praktischen Durchführung verschiedener Messarten (Außen-, Innen- und Tiefenmaße).
Das Feinlernziel ist, dass der Auszubildende am Ende der Einheit selbstständig und unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften korrekt mit dem analogen Messschieber messen kann.
Es wird die klassische Vier-Stufen-Methode (Training within Industry - TWI) genutzt, um den Lernerfolg durch eigenes Ausprobieren zu maximieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorbereitung, die Demonstration der Messvorgänge durch den Ausbilder sowie die begleitete Anwendung durch den Auszubildenden.
Wichtige Begriffe sind Messschieber, Vier-Stufen-Methode, Werkstückbearbeitung und Messgenauigkeit.
Sie wird gewählt, weil der Lernerfolg bei handwerklichen Fertigkeiten am höchsten ist, wenn der Auszubildende die Fähigkeit sofort selbst ausübt, wodurch gleichzeitig Sicherheit und Praxiserfahrung entstehen.
Der Ausbilder korrigiert nicht sofort, sondern versucht durch gezieltes Hinterfragen der Arbeitsweise den Auszubildenden selbst auf den richtigen Lösungsweg zu führen.
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