Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2005
14 Seiten, Note: 2
AdA Handwerk / Produktion / Gewerbe - Mechanische Berufe, Metall und Kunststoff
UNTERWEISUNGSPROBE
1. Themenwahlbegründung
2. Sachanalyse
2.1 Sachstruktur
2.2 Arbeitszergliederung
2.2.1.Vorbereitung
2.2.2. Anreißen und Körnen
3. Didaktische Analyse
3.1 Lehr- und Lernbedingungen
3.2 Entscheidungsanalyse
4. Lernzielfestlegung
4.1 Richtziel
4.2 Groblernziel
4.3 Feinlernziel (operationalisiert)
4.4 Teillernziele
5. Methodische Überlegungen
5.1 Unterweisungskonzept
5.2 Sozialform
5.3 Aktionsform
5.4 Lernhilfen
5.5 Motivationshilfen
5.6 Lernerfolgskontrolle
6. Medienauswahl
7. Ablaufplanung
8. Anlagen
Die vorliegende Arbeit dient als strukturierte Unterweisungsprobe für Auszubildende im ersten Lehrjahr des Berufs Industriemechaniker. Das primäre Ziel ist die Vermittlung der fachgerechten manuellen Fertigkeiten zum Anreißen mit dem Höhenreißer und zum anschließenden Körnen, um die Grundlage für nachfolgende Bohrprozesse sicherzustellen.
2. Sachanalyse
Anreißen und Körnen setzen Kenntnisse von Werkstoffeigenschaften voraus, um es fachgerecht durchführen zu können. Maße und Bezugskanten werden aus der Zeichnung entnommen. Die Zeichnung enthält den Hinweis auf 2 Maßbezugskanten am Werkstück, diese sind zu kennzeichnen um Verwechslungen zu vermeiden bzw. um Anreißfehler zu vermeiden. Da die Anrisslinien auf dem Metall sichtbar sein müssen, ist es von Vorteil, Anreißfarbe aufzutragen. Entsprechend dem Material des Werkstückes muss auch das Material der Anreißnadel aus dem entsprechenden Material sein. Die Anreißnadel und der Körner müssen härter sein als das Werkstück, sonst sieht man keine Anrisslinien. Bei dünnwandigen, harten und kerbempfindlichen Werkstücken werden Messinganreißnadeln und bei Leichtmetallblechen Bleistifte verwendet. Als Hilfsmittel gibt es Anreißplatten, auf denen gewährleistet ist, dass die Anrisslinien parallel zu den Bezugskanten schnell und sicher erfolgen können.
Das Körnen erfolgt mit Hammer und Körner. Beim treiben des Körners in das Werkstück entsteht eine kleine kegelförmige Vertiefung die zum Rand der Körnung hin gestaucht wird. Somit entsteht diese Vertiefung.
Gründe für Körnungen:
- in einer Bohrungsmitte um der Bohrerspitze ein Führung zu geben
- Ansatzpunkt für weiteres Werkzeug(z.B. Reißzirkel)
- Auf Risslinien, um sie zur weiteren Bearbeitung sichtbar zu machen.
Themenwahlbegründung: Erläutert die Bedeutung der manuellen Fertigkeit Anreißen und Körnen als notwendige Vorbereitung für den Bohrprozess gemäß Ausbildungsrahmenplan.
Sachanalyse: Beschreibt die fachlichen Grundlagen der Werkstoffbearbeitung, die Auswahl geeigneter Hilfsmittel und die mechanischen Gründe für den Körnungsprozess.
Arbeitszergliederung: Detailliert die notwendige Vorbereitung sowie den konkreten Ablauf des Anreißens und Körnens unter Berücksichtigung der Arbeitssicherheit.
Didaktische Analyse: Analysiert die Rahmenbedingungen des Lernenden, insbesondere dessen Wissensstand und die Werkstattumgebung.
Entscheidungsanalyse: Begründet die Wahl der Unterweisung basierend auf dem aktuellen Kenntnisstand in der Berufsschule und der bevorstehenden Maschinenarbeit.
Lernzielfestlegung: Definiert Richt-, Grob- und Feinlernziele sowie spezifische Teillernziele für den Auszubildenden.
Methodische Überlegungen: Legt das 4-Stufen-Modell als didaktische Methode fest und erläutert Sozialform, Aktionsform und Lernerfolgskontrolle.
Medienauswahl: Listet die verwendeten Hilfsmittel auf, darunter technische Zeichnungen, Werkzeuge und Arbeitsblätter.
Ablaufplanung: Strukturiert die Unterweisung in vier Stufen und ordnet Methoden sowie Medien den jeweiligen Ausbildungsschritten zu.
Anlagen: Führt die verwendete Fachliteratur sowie die zur Verfügung gestellten Arbeitsblätter auf.
Anreißen, Körnen, Höhenreißer, Industriemechaniker, 4-Stufen-Methode, Werkstück, Bohrungsmittelpunkt, Fachkunde Metall, Arbeitssicherheit, UVV, Fertigungstechnik, technische Zeichnung, Ausbildung, Metallbearbeitung, Anreißplatte.
Es geht um die fachgerechte Durchführung der manuellen Fertigkeiten Anreißen und Körnen einer Bohrplatte für Auszubildende im ersten Lehrjahr.
Die Themen umfassen die Auswahl des Werkzeugs, die Vorbereitung der Werkstücke, die Anwendung der 4-Stufen-Methode und die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften.
Das Ziel ist, dass der Auszubildende selbstständig Maße aus einer technischen Zeichnung überträgt und fachgerechte Bohrungsmittelpunkte durch Körnen erzeugt.
Es wird das 4-Stufen-Modell (Vorbereiten, Vormachen/Erklären, Nachmachen/Üben, Selbstständiges Anwenden) als bewährtes Unterweisungskonzept eingesetzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Sachanalyse, die didaktische Planung, die Lernzieldefinition sowie den methodischen Aufbau der Unterweisung.
Typische Begriffe sind Höhenreißer, Anreißplatte, Körnung, Bohrungsmitte, Werkstoffeigenschaften und Arbeitssicherheit.
Die Körnung dient als Führung für die Bohrerspitze, damit diese nicht verläuft und die Bohrung exakt an der geplanten Stelle durchgeführt werden kann.
Der Ausbilder stellt während der Lernschritte Fragen, lässt Arbeitsschritte durch den Azubi wiederholen und führt eine abschließende Kontrolle durch.
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