Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2006
9 Seiten, Note: 1
1. Aufgabenstellung
2. Situationsanalyse
3. Lösungsansatz
4. Lernziele
5. Unterweisung
6. Begründungen
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der pädagogischen Intervention eines Ausbilders bei einem leistungsschwachen Auszubildenden, der aufgrund privater und finanzieller Probleme sein betriebliches und schulisches Verhalten negativ verändert hat. Ziel ist es, durch gezielte Lösungsansätze und eine strukturierte Unterweisung das Verhalten des Auszubildenden zu stabilisieren, seine Motivation zu steigern und gleichzeitig die fachlichen Anforderungen einer beruflichen Unterweisung gemäß AEVO zu erfüllen.
4.1.2. Vormachen und Erklären
Beim Kunden arbeiten wir zunächst gemeinsam. Ich halte die Platte an die Wand, während er die Bohrpunkte anzeichnet. Die Montage der Platte machen wir auch zunächst gemeinsam. Während des Anbringens der Geräte, erkläre ich ihm, wo er die Geräte am günstigsten platziert und worauf er im Bezug auf die Anschlüsse achten muss: „Die Anschlüsse sollten möglichst nach unten zeigen. Wenn dadurch die Leitungen besser geführt werden können, dürfen die Anschlüsse auch zur Seite zeigen, aber niemals nach oben, weil die Anschlüsse leicht verschmutzen und das Gewicht der Kabel die Geräte von der Wand weg ziehen würde!“ Ich gebe ihm praktische Hinweise darüber, wie man die Geräte auch für eventuelle zukünftige Veränderungen sinnvoll platziert: „Am besten setzt du sie so, dass genügend Platz zwischen ihnen ist, denn wenn ein neues Gerät breiter sein sollte als das alte, müsste man alles abbauen und anders wieder neu montieren.“
Nun schließe ich unser Laptop an den Router an und erkläre Holger dabei, dass man die Einstellungen am Router über eine Art Website, das sogenannte Webinterface, verändern kann: „Dies ruft man auf, in dem man in der URL-Zeile des Browsers die IP des Routers eingibt. In der Bedienungsanleitung ist sie mit „192.168.0.10“ angegeben. In dem nun erscheinenden Menü zeige ich ihm wo alle wichtigen Einstellungen zu machen sind und wofür sie dienen. Insbesondere bei sicherheitsrelevanten Einstellungen erkläre ich ihm genau zu welchem Zweck sie dienen. Ich sage ihm aber auch, dass wir auf eine wichtige Einstellung vorerst verzichten müssen: „Den Mac-Adressenfilter können wir leider noch nicht einstellen, weil der Kunde das Laptop, das er später einmal mit dem WLAN betreiben möchte, noch nicht besitzt.“
Aufgabenstellung: Die Ausgangssituation beschreibt die Verhaltensprobleme eines Auszubildenden und die Notwendigkeit einer fachlich fundierten pädagogischen Intervention.
Situationsanalyse: Dieser Abschnitt untersucht verschiedene Hypothesen für das geänderte Verhalten, die nach einem persönlichen Gespräch auf finanzielle Überlastung eingegrenzt werden.
Lösungsansatz: Hier werden kurzfristige Unterstützungsmaßnahmen wie Gehaltsvorschuss und die Erlaubnis einer Nebentätigkeit vorgestellt, kombiniert mit verbindlichen Absprachen.
Lernziele: Die Lernziele werden in affektive und psychomotorische Bereiche unterteilt, um sowohl die Einstellungsänderung als auch die handwerkliche Qualität zu fördern.
Unterweisung: Das Kapitel detailliert den Einsatz der 4-Stufen-Methode bei der Montage eines Breitband-Internetzugangs unter Einbeziehung der Ausbildungsordnung.
Begründungen: Der Autor erläutert die pädagogischen Hintergründe seines kooperativen Führungsstils und die psychologische Wirkung der getroffenen Vereinbarungen auf den Auszubildenden.
AEVO, Auszubildender, Unterweisungsmethode, Verhaltensänderung, 4-Stufen-Methode, Lernziele, Gehaltsvorschuss, Informations- und Kommunikationstechnik, berufliche Handlungskompetenz, Ausbilder, Ausbildungsordnung, Konfiguration, Breitbandinternet, Pädagogik, Motivation.
Die Arbeit dokumentiert einen konkreten Fall aus der Ausbildungspraxis, bei dem ein Auszubildender aufgrund persönlicher Probleme Fehlverhalten am Arbeitsplatz und in der Berufsschule zeigt.
Die Schwerpunkte liegen auf der pädagogischen Problemanalyse, der Entwicklung von Unterstützungsmaßnahmen für Auszubildende und der methodischen Durchführung einer betrieblichen Unterweisung.
Das Ziel ist die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit und Motivation des Auszubildenden durch gezielte Förderung und eine erfolgreich durchgeführte fachliche Unterweisung.
Der Autor nutzt die 4-Stufen-Methode als zentrale Unterweisungsmethode und untermauert das Vorgehen durch eine pädagogische Situationsanalyse und Lernzieldefinition.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Problematik, die Ableitung von Lernzielen, die praktische Durchführung der 4-Stufen-Methode und die detaillierte Zergliederung der Arbeitsschritte.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe AEVO, 4-Stufen-Methode, Ausbildung, Lernziel und betriebliche Unterweisung charakterisieren.
Der Autor wählte diese Methode gezielt aus, da sie den psychomotorischen Lernzielbereich bei der Montage von Hardwarekomponenten am besten unterstützt.
Der Ausbilder reagiert mit einem klaren Gespräch, in dem er das Fernbleiben von der Berufsschule als Vertragsbruch einstuft, aber gleichzeitig durch Hilfsangebote wie einen Gehaltsvorschuss eine Perspektive bietet.
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