Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2006
6 Seiten, Note: 1,2
AdA Handwerk / Produktion / Gewerbe - Sonstige Berufe / Themen
1. Beschreibung und Analyse der Voraussetzungen des Auszubildenden
1.1. Ausbildungsberuf: Schornsteinfeger
1.2. Lernvoraussetzungen
2. Didaktische Überlegungen zur Unterweisung
2.1. Bedeutung der Unterweisung
2.1.1 Das Thema Kehren und Reinigen von Rauchschornsteinen ist von großer Bedeutung für den Beruf des Schornsteinfegers. Diese Tätigkeit ist eine wichtige Grundlage für eine große Anzahl weiterführende Arbeitsabläufe, die der Auszubildende im Verlauf seiner Ausbildung zu erlernen hat.
2.1.2 Nach seiner Unterweisung soll der Auszubildende mit dem Kehren und dem Reinigen des Rauchschornsteins vertraut sein, weil es eine grundlegende wiederkehrende Tätigkeit ist.
2.1.3 Da dass Kehren und Reinigen des Rauchschornsteins eine häufige durchzuführende Arbeit ist, hat der Auszubildende nach Erlernen dieser Tätigkeit die Möglichkeit selbständig Kundenaufträge durchzuführen. Dadurch wird ihm eine große Verantwortung übertragen. Somit wird er selbstbewusster und motivierter.
2.2. Ein- und Zuordnung des Unterweisungsthemas
2.2.1. Auszug aus dem betrieblichen Ausbildungsrahmenplan für Schornsteinfeger, 1. Lehrjahr, 3 Woche: Nr.15 Kehren, Reinigen und Überprüfen von Feuerungsanlagen und ähnlichen Einrichtungen sowie Zusatzeinrichtungen ba.) Schornsteine, Abgasleitungen und ähnliche Einrichtungen.
2.2.2. Um die Unterweisung sachgemäß durchführen zu können, werden dem Auszubildenden die branchenüblichen Bezeichnungen erklärt. Dadurch versteht er meine Erklärungen sehr viel besser. Im Einzelgespräch habe ich mit dem Auszubildenden über die Unfallverhütungsvorschriften und die Anwendung von Vorschriften des Baurechts und des Brandschutzes gesprochen. Er hat von mir das Informationsblatt der Berufsgenossenschaftlichen Sicherheitsregeln sowie das Arbeitsblatt des Niedersächsischen Baurechts, der Bauordnung sowie der Feuerungsverordnung bekommen. Später haben wir noch über die Einzelheiten dieser Unterlagen gesprochen.
2.3. Lernziele
2.3.1. Der Auszubildende soll in der Lage sein den Schornstein kehren und reinigen zu können.
2.3.2. Vorrangig wird die Fachkompetenz des Auszubildenden gesteigert. Die Sozialkompetenz wird dadurch gefördert, dass er mit dem Erlernten mit dem Kunden in Kontakt treten kann.
2.3.3. Feinlernziele werden angestrebt:
3. Ausbildungsmittel und Überlegungen zum Medieneinsatz
3.1. Ausbildungsmittel und Ausbildungsmedien
3.1.1. Der Auszubildende hat seine Fachbücher, die er in der Berufschule bekommen hat, und die Arbeitsblätter, die ich Ihm zur Verfügung gestellt habe, als Orientierungshilfe. Für die Praktische Unterweisung werden benötigt:
4. Methodische Überlegungen
4.1. Ort, Zeitpunkt, Methode
4.1.1. Als Ausbildungsort wähle ich das Einfamilienhaus mit Flachdach von Familie Müller, die in der Langestrasse 98 in Nordenham wohnen. Die Unterweisung findet am kommenden Dienstag um 09:00 Uhr statt. Nach arbeitsmedizinischen und psychologischen Erkenntnissen hat der Auszubildende zu diesem Zeitpunkt die höchste Leistungsfähigkeit. Durch die Anwendung eines partnerschaftlichen kooperativen Ausbildungsstils und dem Bestehen eines Vertrauensverhältnisses zwischen Auszubildenden und Ausbilder brauche ich dem Auszubildenden keine Hemmungen mehr zu nehmen.
4.1.2. Für die Unterweisung wähle ich die Vier-Stufen-Methode, da die erlernenden Fertigkeiten und Kenntnisse ohne Vorbereitung und vorheriges Vormachen für den Auszubildenden zu kompliziert und in der Ausführung schwer zu verstehen sind und weil die Brandsicherheit des Schornsteins gewährleistet werden muss.
4.1.3. Die Vier-Stufen-Methode:
4.2. Kontrolle und weiteres Vorgehen
4.2.1. Der Auszubildende darf im nächsten Haus diese Arbeit üben und festigen. Ich gebe den Auszubildenden das Gefühl, dass ich Ihm jederzeit bei weiteren Fragen zur Verfügung stehe. Durch Lob und Anerkennung vorausgegangener Arbeit soll die Unsicherheit und Überbewertung beim Nachmachen genommen werden.
4.2.2. Durch mehrfaches Wiederholen werden die Kontrollschritte größer und der Lernerfolg gesichert. Im Berichtsheft sollen die neuen erlernten Kenntnisse und Fertigkeiten festgehalten werden. So wird der Auszubildende das ganze nochmals wiederholen und der Ausbilder sich selbst kontrollieren. Zur Kontrolle werde ich den Auszubildenden noch einige Fragen stellen:
5. Arbeitsanalyse
Das Hauptziel dieses Unterweisungsentwurfs ist die Vermittlung der praktischen Fertigkeiten für das fachgerechte Kehren und Reinigen von Rauchschornsteinen an einen Auszubildenden im Berufsbild Schornsteinfeger, um eine eigenständige Auftragsabwicklung unter Einhaltung von Sicherheitsstandards zu gewährleisten.
5. Arbeitsanalyse
Was? Wie? Warum? 1.) Ansagen des Hauses. Es wird ein Ansagezettel einen Tag vorher in den Briefkasten des zu kehrenden Hauses mit dem Datum und der Uhrzeit der ungefähren Ankunftszeit. Die Bewohner sind vorbereitet und können noch Maßnahmen treffen, die nötig sind wie z.B. Bodenauslegen, den Schrank beiseite rücken. 2.) Überprüfen der Verkehrswege (Anlegeleiter). Die Leiter wird so angelegt, dass sie mindestens 1 Meter oberhalb der Austrittsstelle hinausragt. Die Anlegeleiter muss gegen Abrutschen des Leiterfußes und Leiterholmes am Anlegepunkt gesichert sein. 3.) Kehrgerät von der Schulter nehmen und Gebrauchsfähig machen. Die Kugel und der Schlagapparat (Kehrgerät) durch die Schornsteinöffnung einführen. Das Kehrgerät säubert gleichmäßig die Kamininnenwände. 4.) Kehreinlage bis zur Schornsteinsohle ablassen. Das Kehrgerät langsam den Schornstein herab lassen und dabei die Schlingen der Leine, zählen. Jede Schlinge soll ca. 1 m betragen. Durch das langsame Herablassen werden die Innenwände des Schornsteins gekehrt und man verhindert einen Überdruck an der Schornsteinsohle.
1. Beschreibung und Analyse der Voraussetzungen des Auszubildenden: Vorstellung des Auszubildenden Fabian Mustermann, seines Werdegangs und der betrieblichen Rahmenbedingungen.
2. Didaktische Überlegungen zur Unterweisung: Begründung der Relevanz des Themas für den Ausbildungsberuf und Festlegung der Lernziele sowie der theoretischen Einordnung.
3. Ausbildungsmittel und Überlegungen zum Medieneinsatz: Auflistung der benötigten Schutzausrüstung und Arbeitsmittel, die für die praktische Ausführung erforderlich sind.
4. Methodische Überlegungen: Wahl der Vier-Stufen-Methode als optimales Vermittlungskonzept sowie Planung der Erfolgskontrolle und des weiteren Ausbildungsfortschritts.
5. Arbeitsanalyse: Detaillierte tabellarische Darstellung der einzelnen Arbeitsschritte inklusive deren Durchführung und fachlicher Begründung.
Schornsteinfeger, Unterweisungsentwurf, Vier-Stufen-Methode, Schornsteinreinigung, Arbeitssicherheit, Fachkompetenz, Brandschutz, Ausbildung, Kehrgerät, Unfallverhütung, Kundenkontakt, Handwerk, Fachpraxis, Abgasleitungen, Schornsteinzug.
Es handelt sich um einen detaillierten Unterweisungsentwurf für Auszubildende im Schornsteinfegerhandwerk mit dem Fokus auf das Kehren und Reinigen von Schornsteinen.
Die Themen umfassen methodische Unterweisungsplanung, Arbeitssicherheit, den richtigen Umgang mit Werkzeugen und die fachgerechte Durchführung von Reinigungsarbeiten.
Der Auszubildende soll befähigt werden, die Tätigkeit des Schornsteinreinigens selbstständig, sicher und fachgerecht durchzuführen.
Der Ausbilder nutzt die bewährte Vier-Stufen-Methode, ergänzt durch einen kooperativen Ausbildungsstil zur Förderung der Lernmotivation.
Der Hauptteil gliedert sich in didaktische Überlegungen, die Bereitstellung von Arbeitsmitteln, methodische Planungen und eine konkrete Arbeitsanalyse.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Schornsteinfeger, Ausbildung, Vier-Stufen-Methode, Arbeitssicherheit und Fachpraxis beschreiben.
Der gewählte Ort (Einfamilienhaus mit Flachdach) bietet ideale Bedingungen, um dem Auszubildenden in einer vertrauten Atmosphäre und mit hoher Leistungsbereitschaft die Praxis beizubringen.
Dies dient dazu, die Innenwände gleichmäßig zu säubern und einen gefährlichen Überdruck an der Schornsteinsohle zu verhindern.
Der Ausbilder stellt gezielte Verständnisfragen, führt eine Nachbesprechung durch und verlangt die Dokumentation der erlernten Fertigkeiten im Berichtsheft.
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