Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2006
14 Seiten, Note: 1.7
AdA Handwerk / Produktion / Gewerbe - Maler, Lackierer, Fliesenleger
I. Ausarbeitung – Planung der Unterweisung
1 Allgemeine Vorüberlegungen
1.1 Kenntnisstand des zu unterweisenden Mitarbeiters
1.2 Ausbildungsort
1.3 Zeitbedarf
1.4 Ausbildungsmittel
1.5 Bedeutung der Unterweisungsprobe für den Ausbildungsberuf
2 Didaktische Vorüberlegungen
2.1 Richtlernziel
2.2 Groblernziel
2.3 Feinlernziele
2.3.1 Kognitive Lernziele
2.3.2 Affektive Lernziele
2.3.3 Psychomotorische Lernziele
3 Didaktische Prinzipien und deren Begründung
3.1 Zielklarheit
3.2 Aktivitätsförderung
3.3 Fasslichkeit
3.4 Individualisierung und Differenzierung
3.5 Erfolgssicherung
4 Überlegungen zur Lernerfolgskontrolle
II. Durchführung – Planung der Vorgehensweise
5 Vier – Stufen – Methode
5.1 Vorbereiten
5.2 Vormachen und Erklären
5.3 Nachmachen
5.4 Üben und Festigen
III. Anhang
Anhang 1: Arbeitszergliederung
Anhang 2: Ausbildungsrahmenplan
Das primäre Ziel dieser Unterweisung ist es, einen Auszubildenden im Stuckateurhandwerk dazu zu befähigen, eine Unterkonstruktion fachgerecht mit Gipskartonplatten zu beplanken. Dabei steht die Vermittlung technischer Fertigkeiten in Verbindung mit Sicherheitsvorschriften und Arbeitsgenauigkeit im Fokus.
3 Didaktische Prinzipien und deren Begründung
Ziel der Unterweisung ist, dass der Auszubildende selbständig die beim Schneiden entstandenen Ausbrüche glätten soll und die GK-Platten fachgerecht, entsprechend der Arbeitsregeln, auf die Unterkonstruktion aufschrauben soll. Der Arbeitsplatz soll ordentlich und sauber sein. Um Zielklarheit zu schaffen, wird dem Auszubildenden zu Beginn der Unterweisung eine fertig beplankte Wand gezeigt.
Zu Beginn der Unterweisung wird eine Lernerfolgskontrolle der letzten Unterweisung durchgeführt, so dass der Lehrling schon frühzeitig selbst aktiv werden muss. Er wird weiterhin durch gezielte Fragestellung zum Unterweisungsthema an die folgende Aufgabe herangeführt. Durch die Unterteilung der Arbeitsprobe in verschiedene Schritte, sowie die Teilwiederholung der einzelnen Arbeitsschritte, wird der Auszubildende in kurzen Abständen schon aktiv gefordert, was ebenso durch die selbständige Fertigstellung vorher gezeigter Arbeitsschritte erreicht werden soll. So soll verhindert werden, dass die einzelnen Arbeitsschritte zu groß werden und der Lehrling sich nicht alles merken kann und unaufmerksam wird.
Da der Ausbilder in zurückliegenden Unterweisungen sehr gute Erfahrungen mit dem Lehrling gemacht hat, wird der Lehrling bei dieser Tätigkeit nicht überfordert. Er ist in der Lage kleinere Probleme selbständig zu lösen. Da das Thema relativ Komplex ist, sollte das Thema den Lehrling herausfordern ohne ihn jedoch zu überfordern.
Dem Auszubildenden werden durch die aktive Erklärungsweise des Ausbilders die Arbeitsschritte verdeutlicht. So wird z.B. durch das zusammendrücken der senkrechten Profile verdeutlicht, warum man auf der geschlossenen Profilseite mit dem anschrauben der Platten beginnen soll.
1 Allgemeine Vorüberlegungen: Beschreibt den Kenntnisstand des Auszubildenden, den Ausbildungsort, den Zeitbedarf sowie die notwendigen Ausbildungsmittel für die Unterweisung.
2 Didaktische Vorüberlegungen: Definiert die Richt-, Grob- und Feinlernziele, unterteilt in kognitive, affektive und psychomotorische Kompetenzen.
3 Didaktische Prinzipien und deren Begründung: Erläutert die methodischen Ansätze wie Zielklarheit, Aktivitätsförderung und Fasslichkeit, um den Lernprozess effizient zu gestalten.
4 Überlegungen zur Lernerfolgskontrolle: Legt fest, wie der Erfolg der Unterweisung durch gezielte Fragen und praktische Überprüfung sichergestellt wird.
5 Vier – Stufen – Methode: Detailliert die konkrete Durchführung der Unterweisung durch die Phasen Vorbereiten, Vormachen, Nachmachen sowie Üben und Festigen.
Stuckateurhandwerk, Trockenbau, Unterweisung, Gipskartonplatten, Unterkonstruktion, Vier-Stufen-Methode, Feinlernziele, Didaktik, Bauschrauber, Arbeitssicherheit, Beplankung, Lernerfolgskontrolle, Handwerk, Ausbildungsrahmenplan, Arbeitszergliederung.
Es handelt sich um eine strukturierte Planungsunterlage für eine praktische Unterweisung im Stuckateurhandwerk, speziell für die Beplankung von Unterkonstruktionen mit Gipskartonplatten.
Die Themenfelder umfassen die didaktische Planung, die methodische Durchführung der Ausbildung am Arbeitsplatz sowie die praktische Ausführung der Trockenbauarbeiten.
Das Ziel ist, dass der Auszubildende nach der Unterweisung in der Lage ist, Gipskartonplatten fachgerecht zuzuschneiden, anzusetzen und mittels Bauschrauber präzise zu befestigen.
Die Unterweisung basiert auf der klassischen Vier-Stufen-Methode, wobei der Ausbilder diese durch die Vermischung von Vormachen und Nachmachen dynamisiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die didaktische Fundierung der Unterweisung und die detaillierte Planung der Vorgehensweise, inklusive einer präzisen Arbeitszergliederung für den Lehrling.
Besonders prägend sind Begriffe wie Trockenbau, Vier-Stufen-Methode, Gipskarton, Ausbildungsrahmenplan und die didaktischen Prinzipien der Aktivitätsförderung.
Die Arbeitszergliederung dient als Leitfaden für den Ausbilder und den Auszubildenden, um jeden Arbeitsschritt in "Was", "Wie" und "Warum" zu unterteilen und somit Transparenz zu schaffen.
Die Abstandskeile stellen sicher, dass eine Fuge zum Boden besteht, um auftretende Deckendurchbiegungen und Spannungen in der Konstruktion aufzunehmen.
Der Arbeitsbeginn auf der geschlossenen Seite verhindert das unerwünschte Wegdrehen der Profile während des Verschraubungsvorgangs.
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