Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2008
12 Seiten, Note: Sehr gut
1. Der Auszubildende
1.a. Vorkenntnisse des Auszubildenden
2. Beschreibung der Ausgangsposition
2.a. Vorbereitung des Ausbilders
2.b. Ausbildungsmittel
3. Thema der Ausbildungseinheit
3.a. Lernziele
3.b. Methodische Gestaltung (Vier-Phasen-Modell)
3.c. Begründung der Methodik
4. Unterweisung des Auszubildenden
4.a. Erarbeitungsphase
4.b. Hinweisen auf Sicherheit und UVV
4.c. Praktische Unterweisung
4.d. Übung und Anwendung des erlernten
4.e. Kontrolle des Lernerfolges
5. Zergliederung der Unterweisung (Arbeitsablauf)
5.a. Hinweis auf Folgeunterweisung
Das Hauptziel dieser Ausbildungseinheit ist die Vermittlung der fachlichen Kompetenz zum Warmbiegen eines 90°-Bogens bei Stahlrohren unter Verwendung einer Sandfüllung. Im Rahmen der praktischen Unterweisung soll der Auszubildende lernen, Anwärmlängen korrekt zu berechnen und das Rohr sicher unter Einhaltung geltender Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften (UVV) zu verarbeiten.
4.c. Praktische Unterweisung
Nun beginnen wir mit der praktischen Unterweisung. Zuerst verschließt Marco ein Ende des von ihm vorbereiteten ¾“ Stahlrohres mit einem Holzstopfen. Danach beginnt er es mit Quarzsand zu füllen und zu verdichten. Als Ausbilder achte ich darauf das er sorgfältig und organisiert vorgeht und das der Sand auch ordentlich verdichtet ist, damit beim späteren Biegen keine Einschnürungen im Rohr entstehen können. Anschließend verstopft Marco das andere Rohrende, wie er vorher gelernt hat mit Papier.
Das mit Quarzsand gefüllte Rohr wird nun in den Schraubstock eingespannt. Mit seinem Zollstock zeichnet Marco zunächst die Mitte des Bogens auf dem Rohr an und schaut dann nochmal in seine Unterlagen. Da ich hier nun noch eine Unsicherheit in seinen frisch erworbenen Kenntnissen erkenne, erörtere ich mit ihm zusammen noch einmal aus welchen Faktoren sich die Anwärmlänge für einen 90° Bogen zusammensetzt und wie diese auf das Werkstück aufgetragen werden. Im Anschluss ermittelt Marco die Anwärmlänge für das ¾“ Rohr und zeichnet diese an.
1. Der Auszubildende: Vorstellung des Auszubildenden Marco Müller, seines schulischen Werdegangs sowie seiner bisherigen handwerklichen Vorkenntnisse.
2. Beschreibung der Ausgangsposition: Erläuterung der räumlichen Rahmenbedingungen, der Vorbereitungsmaßnahmen des Ausbilders sowie der benötigten Ausbildungsmittel.
3. Thema der Ausbildungseinheit: Definition der Lernziele (kognitiv, affektiv, psychomotorisch) und Begründung der Wahl des Vier-Phasen-Modells als didaktische Methode.
4. Unterweisung des Auszubildenden: Detaillierte Darstellung des praktischen Unterweisungsablaufs, von der theoretischen Erarbeitung bis hin zur Kontrolle des Lernerfolgs.
5. Zergliederung der Unterweisung (Arbeitsablauf): Tabellarische Übersicht der einzelnen Arbeitsschritte inklusive Ausführungsweise und fachlicher Begründung.
Anlagenmechaniker, Warmbiegen, Anwärmlänge, Stahlrohr, Sandfüllung, Vier-Phasen-Modell, Unterweisung, Autogenschweißgerät, Biegeumformen, UVV, handwerkliche Ausbildung, Arbeitssicherheit, Metallbearbeitung, Qualitätskontrolle
Die Arbeit befasst sich mit der Vermittlung der handwerklichen Fertigkeiten zum Warmbiegen von Stahlrohren für Anlagenmechaniker im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.
Die zentralen Felder umfassen die Berechnung von Anwärmlängen, das korrekte Füllen von Rohren mit Sand zur Formstabilität und das fachgerechte Biegen mittels autogener Erwärmung.
Der Auszubildende soll am Ende der Einheit selbstständig in der Lage sein, ein Stahlrohr mit Sandfüllung warm zu einem präzisen 90°-Bogen zu biegen.
Es wird das Vier-Phasen-Modell angewendet, das eine schrittweise Einführung durch Lehrgespräch, Erarbeitung, praktische Anwendung und eigenständige Übungsphase vorsieht.
Der Hauptteil beschreibt detailliert die Durchführung der Unterweisung, inklusive der Sicherheitsunterweisung, der praktischen Arbeitsschritte und der Kontrolle des Arbeitsergebnisses.
Wichtige Begriffe sind Warmbiegen, Anwärmlänge, Autogenschweißgerät, Sandfüllung und das Vier-Phasen-Modell.
Das Füllen mit Quarzsand dient dazu, das Rohr beim Biegevorgang gegen Einschnürungen zu stabilisieren und den vollen Rohrquerschnitt zu erhalten.
Die Kontrolle erfolgt zum einen durch den Vergleich mit einem vom Ausbilder gefertigten Musterstück und zum anderen durch das Nachmessen des Winkels mit einem Anschlagwinkel.
Nur bei Erreichen der richtigen Anwärmtemperatur, erkennbar an der kirschroten Glühfarbe, lässt sich das Material ohne Schäden oder unkontrollierte Verformungen biegen.
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